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Elektronikproduktion | 13 Mai 2009

Schaeffler streicht 4500 Stellen

Angesichts der rückläufigen Nachfrage auf den Absatzmärkten wird die Schaeffler Gruppe weitere Kostenanpassungen einleiten und will dabei auf betriebsbedingte Kündigungen möglichst verzichten.

Das Unternehmen reagiert damit auf die Umsatzrückgänge infolge der Wirtschaftskrise seit Spätherbst vergangenen Jahres und auf die niedrigeren Umsatzerwartungen der kommenden Jahre. So verzeichnete die Automotive-Sparte im ersten Quartal 2009 einen Geschäftsrückgang von 33% gegenüber dem Vorjahr, der sich nun auf einem um 25% niedrigeren Niveau stabilisiert hat. Auch die Industriesparte, in der die Schaeffler Gruppe 40% ihrer Umsätze erzielt, musste im ersten Quartal ein Minus von 12% gegenüber dem Vorjahr verkraften. Die derzeitige Umsatzerwartung für 2009 liegt mit rund 7,5 Mrd. Euro deutlich unter dem Niveau von 2008. Weitergehende, genauere Prognosen sind im gegenwärtigen Marktumfeld schwer zu treffen. Die Schaeffler Gruppe geht davon aus, dass die Märkte erst 2012/13 wieder das Niveau von 2008 erreichen werden. Infolge der Umsatzausfälle muss die Gruppe in Deutschland 250 Mio. Euro jährlich bei den Personalkosten einsparen. „Würden wir dieses Kostenziel allein über den Abbau von Arbeitsplätzen erreichen wollen, entspräche dies einer Größenordnung von etwa 4.500 Arbeitsplätzen. Wir haben allerdings von Anfang an klar gemacht, dass wir betriebsbedingte Kündigungen so weit wie möglich vermeiden wollen. Wir setzen vielmehr auf eine Vielzahl anderer Maßnahmen, um die Personalkosten in Deutschland zu reduzieren und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.“, sagte Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe. Während die Schaeffler Gruppe im Ausland bereits rund 5000 Arbeitsplätze abgebaut hat und weitere Anpassungen vornimmt, erfolgte die Personalkostenreduktion in Deutschland bisher ausschließlich über Kurzarbeit, natürliche Fluktuation sowie die Beendigung von befristeten und Leiharbeitsverhältnissen.
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2019.04.20 11:13 V13.1.0-1