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Elektronikproduktion | 28 November 2008

HTI mit Produktionsverlagerung, 470 Arbeitsplätze betroffen

Das Ma√ünahmenpaket der HTI High Tech Industries (HTI) sieht Produktionsverlagerungen zur Verbesserung der Kostenstruktur sowie die Realisierung von Synergien zwischen den einzelnen Produktionsgesellschaften vor. Betroffen sind Mitarbeiter in Deutschland, √Ėsterreich und der Slowakei.
Davon sind die Standorte der Unternehmensgruppe, welche im Bereich der automotiven Zulieferindustrie und in der Kunststoffverarbeitung t√§tig sind, sowie rund 470 Arbeitspl√§tze betroffen, schwerpunktm√§√üig in Deutschland, √Ėsterreich und der Slowakei. Bez√ľglich der Stellen wurden vom Unternehmen keine n√§heren Angaben gemacht. Der Absatzmarkt f√ľr Automotive-Produkte, von dem die Segmente Kunststoffverarbeitung und Metallverarbeitung betroffen sind, ist in den vergangenen Wochen als Auswirkung der Finanzkrise stark zur√ľckgegangen. Im Hinblick auf die aktuell schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen best√§tigt sich das Gesch√§ftsmodell der HTI, durch das der Anteil des automotiven Umsatzes am Gesamtumsatz von 80% im Vorjahreszeitraum auf nun 45% reduziert wurde. Quartalsbericht f√ľr Januar-September 2008 In den ersten neun Monaten des Gesch√§ftsjahres 2008 erwirtschaftete die HTI einen Gesamtumsatz von TEUR 156.025 gegen√ľber TEUR 113.551 (Q1-Q3 2007). Aufgrund der akquisitionsbedingten Erweiterung des Konsolidierungskreises um die Unternehmen HTP Skinline, Theysohn, Technoplast und Hitzinger ist ein Vorjahresvergleich nur bedingt m√∂glich. W√§hrend der Gesch√§ftsverlauf im Segment Maschinenbau positiv war, entwickelten sich die Segmente Kunststoffverarbeitung und Metallverarbeitung im Bereich der automotiven Zulieferindustrie aufgrund der notwendig gewordenen Anpassungsma√ünahmen unerfreulich. Der Gesamtumsatz der HTI im dritten Quartal 2008 erh√∂hte sich um 45,2% von TEUR 38.746 (Q3 2007) auf TEUR 56.247. Das EBITDA fiel in den ersten neun Monaten auf TEUR 8.240 von TEUR 12.119 im Vorjahresvergleichszeitraum. Das Konzern-EBIT entwickelte sich demnach ebenfalls r√ľckl√§ufig von TEUR 4.980 (Q1-Q3 2007) auf TEUR -1.096, was einer EBIT-Marge von -0,7% (Q1-Q3 2007: 4,4%) entspricht. Das Konzern-EBT der ersten drei Quartale 2008 war TEUR -6.199 (Q1-Q3 2007: 2.174). Der Ergebnisr√ľckgang beruht in hohem Ausma√ü auf anfallenden Einmalkosten im Zuge der Umsetzung des Ma√ünahmenpaketes. Die Expansion des Konzerns spiegelt sich auch im Finanzergebnis wider, das infolge der Finanzierung der Akquisitionen bei TEUR -5.103 (Q1-Q3 2007: TEUR -2.805) zu liegen kam. Auch das Konzernergebnis zeigte in den ersten neun Monaten eine negative Entwicklung von TEUR 2.243 (Q1-Q3 2007) auf TEUR -13.324. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie von EUR -0,91 (Q1-Q3 2007: EUR 0,17) in den ersten drei Quartalen 2008. Ausblick auf 4Q/2008 F√ľr das vierte Quartal 2008 kann angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage nicht mit einer Entspannung der Ergebnissituation gerechnet werden, zumal auch das Ma√ünahmenpaket erst zu Jahresende 2008 voll implementiert sein wird. Der Gesamtumsatz der HTI wird f√ľr das Jahr 2008 unver√§ndert bei rund EUR 200 Mio. erwartet. Als Folge der ganzj√§hrigen Konsolidierung der zuletzt erworbenen Beteiligungen wird f√ľr 2009 mit einem Umsatzzuwachs auf rund EUR 250 Mio. gerechnet. Diese Sch√§tzung beinhaltet bereits die ge√§nderte Absatzsituation 2009. Durch den Abschluss des Restrukturierungsprogramms wird sich die Wettbewerbsf√§higkeit der HTI deutlich verbessern. Daher ist f√ľr 2009 auf Basis der derzeit einsch√§tzbaren Marktentwicklung mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegen√ľber 2008 zu rechnen. Die Finanzierung der HTI bis Ende 2009 ist gesichert, da die Kernaktion√§re und Finanzierungspartner der HTI weiter hinter dem Gesch√§ftsmodell stehen.
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