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Elektronikproduktion | 17 November 2008

Pilotprojekt "Digitale Fabrik" bei Zollner

Bereits im September 2007 wurde zwischen Zollner und dem Softwareanbieter Siemens PLM der Vertrag für das Pilotprojekt „Digitale Fabrik“ besiegelt. Um den Nutzen der Digitalen Fabrik für Zollner nachzuweisen, wird seit April diesen Jahres ein wertiges Produkt - ein sogenanntes System - von Zollner Mitarbeitern beplant.
Dabei werden anhand eines definierten Basis-Planungsprozesses, die für Zollner relevanten bzw. gewinnbringenden Planungsaufgaben mit Unterstützung der Planungssoftware „Process Designer“ durchgeführt. Mit Hilfe der Digitalen Fabrik hat man die Möglichkeit einer durchgängigen Produktionsplanung. Hierbei können u. a. verschiedene Planungskonzepte von Fertigungslinien bzw. –inseln möglichst weit vor ihrer Realisierung, digital auf Herz und Nieren überprüft und mögliche Produktionsschwierigkeit im Vorfeld lokalisiert und beseitigt werden. Somit wird eine höhere Qualität der Planung, die sich auch in der Fertigung widerspiegelt, erreicht.

Die Planungsaufgaben reichen von der Erstellung der Fertigungsstückliste über die Prozesszeitenanalyse, Auslastungsermittlung und dynamischer Materialfluss-simulation bis hin zur Ergonomieüberprüfung und 3D-Layoutplanung.

Zu den nächsten Pilotprojekt-Aufgaben zählen die Beplanung der notwendigen Betriebsmittel für die Erstellung des Systems. Bis dato wurden die wichtigsten Schritte der Prozessplanung erfolgreich abgeschlossen. Bis zum Ende des „Piloten“ im März 2009 werden von den Planern alle Planungsaufgaben durchgeführt worden sein. Die daraus gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen fließen in den Workflow der Digitalen Fabrik mit ein.

Aufgrund des hohen Nutzens, der sich durch das Arbeiten mit den Werkzeugen der Digitalen Fabrik ergeben, werden bei Zollner bereits parallel zum Pilotprojekt digitale Produktionsplanungen vorangetrieben und abgewickelt. So wurde u. a. eine Fertigungslinie für eine Laptop-Montage von A bis Z durchgeführt. Des Weiteren wird eine bestehende Produktionsinsel unter Einbeziehung des Softwaretools neu geplant. Ziele sind u. a. einen optimalen Fertigungsfluss oder auch einen ergonomischen Arbeitsplatz zu gestalten.

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