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Elektronikproduktion | 27 August 2008

Siemens zahlt offenbar €800 Millionen für Stellenabbau

Nach einem Zeitungsbericht, soll der Stellenabbau von weltweit rund 17.000 Arbeitsplätzen den deutschen Konzern rund €800 Millionen kosten.

Wie evertiq berichtete werden allein in Deutschland 5250 Stellen betroffen sein. Die Summe von €800 MIllionen ergibt sich unter anderem aus den zu zahlenden Abfindungen. Die Belastungen durch das Maßnahmenpaket liegen damit im oberen Bereich der von Analysten geschätzten €500 - €900 Millionen. Siemens hat sich am Dienstag mit den Vertretern des Gesamtbetriebsrats (GBR) auf ein umfangreiches Paket von Maßnahmen für die vom geplanten Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter in Deutschland verständigt. Mit dem geplanten Abbau von insgesamt 5.250 Stellen vor allem in verwaltungsnahen Funktionen sollen Kosten von €1,2 Milliarden (evertiq berichtete) bis 2010 gesenkt werden. „Wir sind froh über diese schnelle Einigung mit dem GBR. Damit endet die Phase der Unsicherheit. Nun können wir mit der Umsetzung des wirtschaftlich zwingend notwendigen Abbaus und den Gesprächen mit den betroffenen Mitarbeitern unmittelbar beginnen“, betonte Siegfried Russwurm, Personalvorstand von Siemens. Zu den Angeboten, die das Unternehmen den Mitarbeitern macht, zählen interne Versetzungen, vorzeitige Pensionierungen älterer Mitarbeiter, Altersteilzeitregelungen sowie Aufhebungsverträge oder der Wechsel in eine so genannte Transfergesellschaft mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten. Die Angebote, die die Mitarbeiter freiwillig annehmen können, will Siemens seinen Mitarbeitern konkret ab Anfang September 2008 unterbreiten. Von den Restrukturierungskosten, die durch diese Maßnahmen entstehen, will Siemens einen wesentlichen Teil noch im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verbuchen. Die Mitarbeiter können in der gebildeten Transfergesellschaft z.B. in den internen Ausbildungseinrichtungen einen durch die IHK anerkannten Abschluss, wie etwa einen Facharbeiterbrief in einer gegenwärtig gesuchten Fachrichtung erwerben. In der Transfergesellschaft, die zum 1. November 2008 starten soll, erhalten die Mitarbeiter 85% ihres letzten Bruttoentgelts. Ziel der Transfergesellschaft ist die Vermittlung der Mitarbeiter auf freie Stellen innerhalb und außerhalb des Siemens-Konzerns. Die interne Vermittlung soll im Rahmen einer von Siemens eingerichteten Jobbörse ab dem 1. September 2008 starten.
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