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Elektronikproduktion | 01 August 2008

Schlechte Aussichten für EMS / ODM Markt

Die globale Elektronik Contract Manufacturing (CM) Industrie befindet sich derzeit in einer Phase der Verlangsamung und der Konsolidierung; ein Phänomene welches den Markt bis 2013 zum Umdenken zwingen wird.
Konkurierende Unternehmen werden gezwungen ihre Wertestrategie zu überdenken und welchen Nutzen sie den Kunden bringen können. iSupplis Forschungsergebnisse zeigen, dass 88% der weltweiten EMS/ ODM Führungskräfte glauben, dass 2013 eines oder mehrere der folgenden Firmen nicht mehr existieren wird – Sanmina, Celestica und Elcoteq. Der Umsatz der globalen CM Industrie – bestehend aus Electronics Manufacturing Services (EMS) und Original Design Manufacturing (ODM) – wird von $305,5 Mrd. (2007) auf $432,3 Mrd. (2012) ansteigen (CAGR von 7,2%). Während eine $126,7 Mrd. Umsatzsteigerung in 5 Jahren fantastisch klingen mag, ist es tatsächlich eine Verlangsamung des -Wachstums, verglichen mit den letzten Jahren (auf Prozentbasis). Der weltweite Umsatz bei CM stieg zwischen 2002 und 2007 mit einer CAGR von 15,5%. Die Industrie-CAGR belief sich auf 49% in den 90er Jahren. "Mehrere Faktoren hemmen die Umsatzsteigerung der letzten 20 Jahre", erklärt Adam Pick, Principal Analyst, EMS / ODM bei iSuppli. "Zu diesen Faktoren gehören das statistische Gesetz der großen Zahlen, welches es für einen derart großen Markt schwierig macht zu expandieren (Prozentbasis). Andere Faktoren sind z.B. die Wachstumsverlangsamung beim führenden EMS Dienstleister Foxconn, die Verlagerung von EMS / ODM Geschäftsmodellen, neue OEM-Beschaffungsstrategien und OEM / CM Asset-Übertragungen." Eine Folge dieses langsamen Wachstums ist der fortgesetzte Zusammenschluss vieler führender CM Dienstleister, da Zahl der Konkurrenten weiter abnimmt. Umsatzkonsolidierung unter den führenden EMS- und ODM-Unternehmen verstärkte sich zwischen 2004 und 2007, wobei die weltweiten Produktionskapazitäten der Industrie nicht voll ausgelastet wurden. Der neueste Trend in dieser Entwicklung zeigt die Nachricht im Juni 2007, als EMS Dienstleister Flextronics seinen früheren Rivalen Solectron erwarb. Es hat den Anschein, dass die Wall-Street diese Entwicklung als Vorteil für die weltweite CM Industrie sieht, besonders für die in finanzielle Schwierigkeiten geratenen EMS Dienstleister. Im Anschluss an die Fusionsankündigung von Flextronics/Solectron stieg der Aktienkurs von Celestica um 11%. iSuppli Corp ist der Auffassung, dass die Konsolidierungen in den nächsten Jahren weiter voranschreiten wird, und sich vielleicht noch beschleunigt. "Da viele der größeren CMs versuchen ihre Geschäftsbereiche einzuschränken und das unternehmen auf eine normale Grösse zu bringen, stagniert oder reduziert sich der Umsatzwachstum", sagte Mr Pick. "Aus diesem Grund wird eine Prüfung von möglichen Übernahmezielen zur obersten Priorität für größere Unternehmen." Insbesondere Sanmina, Celestica und Elcoteq meldeten 2007 Umsatzrückgänge mit 6,8%, 8,4% beziehungsweise 6%. iSupplis Ergebnisse weisen darauf hin, dass 88% der weltweiten EMS/ODM Führungskräfte der Meinung sind, dass 2013 eine oder mehrere dieser Unternehmen nicht mehr existiert. Wesentliche Gründe hierfür sind: - Überschüssige Kapazitäten - Ungünstige Bewertungen - Auftragsverluste von großen Kunden - Operative / Supply-Chain Probleme - Regionale Herausforderungen - Schwierige Wettbewerbslandschaft - Schwierige Finanzlage - Abwanderung des Senior Management - Mangelnde Differenzierung - Schlechte strategischen Entscheidungen Angesichts des verlangsamten Wachstums im CM-Markt scheint ein grundlegender Wendepunkt in der Branche erreicht zu sein. Heute mehr denn je, reden führende CMs, ihre Kunden und deren Lieferanten offen über Fehler in der Vergangenheit und ihre strategischen Möglichkeiten in der Zukunft. Einige der Kommentare die iSuppli in Bezug auf das CM-Geschäft eingeholt hat, lesen sich wie folgt: - "PCB-Montage ist kein Erfolgsrezept", sagte ein Vertreter eines OEM-Unternehmens. - " Simple Manufacturing ist eine Eintrittskarte, aber es wird Sie nirgendwo hinführen", stellte ein Manager eines Tier-II EMS Dienstleisters fest. - "Ich glaube nicht, dass jemand begeistert davon ist ein Low-Margin-Program zu gewinnen, nur um die Kapazitäten auszufüllen", bemerkte ein Vertreter eines Halbleiter-Lieferanten an. - "Ich würde sagen, dass alle Herstellungsprozesse in der gesamten Industrie stabilisiert und standardisiert sind. Differenzierung wird nicht dadurch erreicht, das beste Assembly House zu sein", sagte ein Manager eines Tier-I EMS Dienstleisters. Das Ergebnis dieser neuen Offenheit ist, dass CMs ihre Beziehungen mit ihren OEM-Kunden noch einmal überdenken. Die jüngsten Interviews von iSuppli mit Führungskräften aus dem CM Bereich haben ergeben, dass diese Beziehungen zu den Top-Prioritäten gehören. OEMs nutzen eine grosse Anzahl von verschiedenen Modellen fuer ihre CM Dienstleister – vom kompletten Outsourcing-Modelle bis hin zum ‚Total-Control’ Modell. Bei einem kompletten Outsourcing-Modell, ist der EMS Dienstleister für die meisten Supply-Chain-Aktivitäten verantwortlich. Umgekehrt, beim ‚Total-Control’ Modell behält das OEM-Unternehmen die Kontrolle über die meisten Supply-Chain-Aktivitäten, mit Ausnahme der eigentlichen Fertigung. Oft werden Hybrid-Modelle – eine Mischung aus beiden oben beschriebenen Modellen – verwendet, um den einzigartigen Fertigungs- und Service-Bedürfnisse des OEMs gerecht zu werden. Angesichts dieser Ansätze, befinden sich viele OEMs oft in einem Zustand der Verwirrung. In der Tat, wenn iSuppli ein EMS/ODM Auswahlverfahren mit einem OEM-Unternehemn beginnt, den heißen die ersten Fragen des OEM gewöhnlich: - Was ist das richtige Modell für uns? - Welche Aktivitäten sollen wir auslagern? - Wo sind unsere organisatorischen Lücken? Seit der Rezession von 2000-2001 in der Technologiebranche, wird die EMS/ODM Industrie von Analysten wiederholt als "flüchtig" und "evolutionär" bezeichnet. iSuppli erwartet, dass diese auch weiterhin die Diskussionen über den CM Markt bevölkern werden. Es gibt viele Möglichkeiten für diese Outsourcing Dienstleister neue Märkte – wie Medizin, Luft- und Raumfahrt, Industrie und Militär – anzusprechen, Added-Value Dienstleistungen anzubieten diese Vorschläge zu erweitern um Verträge an Land zu ziehen und die Bewertung durch Aktionäre zu verbessern. Bildquelle: Asteel
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