Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Leiterplatten | 24 Juli 2008

AT&S meldet Gewinneinbruch

AT&S musste im ersten Quartal 2008/09 deutliche Margeneinbußen hinnehmen. Mit EUR 115 Mio. konnte der Umsatz des ersten Quartals im Vergleich zum Vorjahr aber gehalten werden.
„Das war wirklich kein gutes Quartal. ZusĂ€tzlich zu der unserem GeschĂ€ft innewohnenden SaisonalitĂ€t kamen makroökonomisch bedingte Unsicherheiten, die sich negativ auf unser GeschĂ€ft auswirkten“, leitet Harald Sommerer, Vorstandsvorsitzender der AT&S, ein. Das GeschĂ€ft der AT&S unterliegt einer SaisonalitĂ€t: Das erste und vierte Quartal des GeschĂ€ftsjahres sind in der Regel von niedrigerer Auslastung und schlechterem Produktmix gekennzeichnet, wĂ€hrend das zweite und dritte Quartal in der Regel eine sehr gute Auslastung vorweisen. Eine geringere Auslastung bedeutet fĂŒr das fixkostenintensive GeschĂ€ft der AT&S gleichzeitig Druck auf die Margen. Das abgelaufene erste Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2008/09 unterlag einer außerordentlich ausgeprĂ€gten SaisonalitĂ€t, wodurch die Margen besonders unter Druck kamen. Konkret fiel der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 27,5% auf EUR 5,6 Mio. und der PeriodenĂŒberschuss um 45% auf EUR 5 Mio. Der schwache US-Dollar und hohe LohnabschlĂŒsse in Österreich stellen hier insbesondere die Volumsproduktion vor erhebliche Herausforderungen. Aus diesem Grund ist die Ausrichtung insbesondere der Werke in Leoben-Hinterberg auf den europĂ€ischen Markt weiter zu forcieren. „Die Produktion wird - neben einem klar definierten Baseload-Konzept - flexibler, schneller und auf kleinere LosgrĂ¶ĂŸen ausgerichtet. So können wir die Anforderungen unserer Industrial- und Automotive-Kunden in Europa bestmöglich erfĂŒllen und weiter Marktanteile gewinnen“, erlĂ€utert Harald Sommerer. Trotz des schwierigen Umfelds konnte AT&S den Umsatz des Vorjahres halten. Er legte im Vergleich mit dem ersten Quartal des Vorjahres um 0,4% auf EUR 115,2 Mio. zu. Die Konkurrenz im Mobile Devices-GeschĂ€ft aber auch in manchen Teilen des Industrial- und Automotive-GeschĂ€fts befindet sich fast ausschließlich in LĂ€ndern, deren WĂ€hrungen sich an dem US-Dollar orientieren. Daher sind diese GeschĂ€ftsbereiche Ă€ußerst US-Dollar abhĂ€ngig. „Rund drei Viertel des Gesamtumsatzes sind US-Dollar abhĂ€ngig. Der US-Dollar fiel seit dem ersten Quartal des Vorjahres im Vergleich zum Euro um rund 16%. Das bedeutet, dass unser Umsatz bei stabilem Euro/Dollar eigentlich um drei Viertel von 16%, also um rund 12% mehr gestiegen wĂ€re“, erlĂ€utert Steen Hansen, Finanzvorstand der AT&S. Basierend auf den vorhandenen Kundenforecasts erwartet das Unternehmen fĂŒr das kommende Quartal eine bessere KapazitĂ€tsauslastung und einen besseren Produktmix. „Aufgrund der derzeitigen makroökonomischen Risiken, die ihre Ursachen in der Finanzkrise und der US-Dollar Entwicklung haben, wird das GeschĂ€ft zunehmend schwieriger abschĂ€tzbar“, kommentiert Harald Sommerer. Das Unternehmen nimmt zum jetzigen Zeitpunkt von einer exakten Guidance Abstand. AT&S beschĂ€ftigt mehr als 6.300 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Indien, China, Korea und in insgesamt 17 VertriebsbĂŒros.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.20 12:04 V12.2.3-1