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Allgemein | 23 Juli 2008

Deutsche Elektroindustrie investiert 11 Mrd. Euro in die Forschung

Für Forschung und Entwicklung (F&E) in Deutschland hat die Elektroindustrie laut ZVEI im letzten Jahr 10,7 Mrd. Euro aufgewendet.

Das ist ein Fünftel aller F&E-Aufwendungen des privaten Wirtschaftssektors hierzulande. Für dieses Jahr ist eine weitere Budgetausweitung um drei Prozent auf über 11 Mrd. Euro geplant. Die deutsche Elektroindustrie forscht und entwickelt nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland. Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belaufen sich ihre F&E-Aufwendungen im Ausland auf 2,3 Mrd. Euro pro Jahr. Im Branchenvergleich belegt die Elektroindustrie nach der Automobilindustrie damit den zweiten Rang. Gleichzeitig investieren ausländische Elektrounternehmen jährlich 2,5 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung in Deutschland und belegen damit ebenfalls den zweiten Platz. Dabei beschäftigen sie 20.000 Ingenieure und Fachkräfte hierzulande. Die so gut wie ausgeglichene Bilanz zwischen deutscher F&E im Ausland und ausländischer F&E im Inland ist einerseits Beleg für den starken Internationalisierungsgrad der Elektroindustrie, andererseits spricht sie für die hohe Anerkennung deutscher Ingenieurleistungen im Ausland. Das Verhältnis von Auslands- zu Inlandsforschung liegt in der deutschen Elektroindustrie bei rund einem Viertel – verglichen mit etwa der Hälfte in der Pharmazeutischen Industrie, 30 Prozent in der Chemischen Industrie und ebenfalls einem Viertel im Maschinenbau. Bei gesamtwirtschaftlicher Betrachtung findet knapp die Hälfte der Auslandsforschung deutscher Unternehmen in den USA statt. Keine ausländische Nation forscht und entwickelt mehr in den Vereinigten Staaten als die deutsche. Weitere wichtige Zielländer deutscher F&E-Aufwendungen sind Frankreich, Großbritannien und Österreich. In Deutschland wenden ausländische Firmen (aller Wirtschaftszweige) jährlich etwa 13 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auf. Damit ist Deutschland der DIW-Studie zufolge zwischenzeitlich der weltweit zweitgrößte Forschungs- und Entwicklungsstandort für ausländische Unternehmen nach den USA. Knapp 60 Prozent der ausländischen F&E-Aufwendungen in Deutschland werden von europäischen Firmen getätigt, 40 Prozent von US-amerikanischen. Asiatische Unternehmen spielen hier kaum eine Rolle. Zusammengefasst heißt das: Zwar konzentrieren die meisten Firmen ihre F&E-Aktivitäten weiter auf ihr jeweiliges Heimatland. Zwecks Erschließung und Sicherung ausländischer Märkte sowie zur Verbreiterung der Wissensbasis wird ergänzend vor Ort Forschung und Entwicklung betrieben. Die Elektroindustrie gestaltet diesen Globalisierungstrend an führender Position mit.
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