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Elektronikproduktion | 14 Juli 2008

Continental droht Übernahme

Der Automobilzulieferer Schaeffler-Gruppe will nach Presseberichten den Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental übernehmen, notfalls auch durch eine feindliche Übernahme.

Erst im vergangenen Sommer hatte Continental den Automobilelektronik-Hersteller VDO für rund elf Mrd. Euro von Siemens gekauft. Laut Financial Times hat Continental ein erstes Gespräch über ein mögliches Engagement der Schaeffler-Gruppe an dem Unternehmen bestätigt. Conti steht derzeit wegen steigender Rohstoffpreise und einem rückläufigem Autoabsatz unter Druck und hat bereits eine Preiserhöhung für einen Teil seiner Produkte angekündigt. Nach jüngsten Kursverlusten liegt der aktuelle Wert des Unternehmens bei weniger als neun Mrd. Euro, einschließlich der im vergangenen Sommer für knapp elf Mrd. Euro übernommenen Bereiche von VDO. Die Übernahme wäre damit die größte in diesem Jahr in Europa. Die familiengeführte Schaeffler-Gruppe ist der weltweit zweitgrößte Wälzlager-Konzern. Die Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2007 mit den drei Marken INA, LuK und FAG und weltweit 86.000 Beschäftigten einen Umsatz von 8,9 Milliarden Euro. Der Continental-Konzern erzielt dagegen in diesem Jahr voraussichtlich einen Umsatz von mehr als 26,4 Milliarden Euro und gehört weltweit zu den fünf führenden Automobilzulieferern. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 150.000 Mitarbeiter in 36 Ländern.
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