Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Elektronikproduktion | 08 Juli 2008

Update: Siemens nennt Details zum Stellenabbau

Siemens plant vor allem in den verwaltungsnahen Funktionen Einschnitte. Weltweit sollen rund 12.600 Stellen abgebaut werden. Zusätzlich sind 4.150 Stellen von Restrukturierungsprojekten betroffen. In Summe handelt es sich um einen geplanten Abbau von 16.750 Stellen.
In Deutschland sind von dem geplanten Personalabbau insgesamt etwa 5.250 Stellen betroffen. Die nach Mitarbeitern gr√∂√üten Standorte sollen auch dementsprechend zu den Ma√ünahmen beitragen: Erlangen, M√ľnchen, N√ľrnberg und Berlin. ‚ÄěWir wollen mit den Arbeitnehmervertretern schnell Verhandlungen aufnehmen, um den Stellenabbau so sozialvertr√§glich wie m√∂glich zu gestalten. Dazu werden wir das gesamte uns zur Verf√ľgung stehende Instrumentarium wie beispielsweise Transfergesellschaften oder auch Altersteilzeitregelungen durchsprechen. Betriebsbedingte K√ľndigungen k√∂nnen nur das allerletzte Mittel sein‚Äú, betonte Siegfried Russwurm, Personalvorstand von Siemens. Siemens hatte bereits im November 2007 angek√ľndigt, die Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) auf ein wettbewerbsf√§higes Niveau senken zu wollen. Einsparungen auf der Personalseite sind ebenfalls Bestandteil des Programms zur Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten, nachdem sich der Konzern auf der obersten Management-Ebene bereits deutlich verschlankt hat. Der Vorstand wurde von elf auf acht Mitglieder verkleinert und das CEO-Prinzip auf den Folgeebenen eingef√ľhrt. Zudem sind intern viele Synergien zu heben, nachdem Siemens seit dem 1. Januar 2008 in neuer Struktur mit den drei Sektoren Energy, Industry und Healthcare aufgestellt ist. Diese Sektoren entstanden aus ehemals acht Bereichen. Eine Vielzahl der Verwaltungsaufgaben der rund 70 Regionalgesellschaften f√ľhrt der Konzern in 20 Clustern zusammen. Die rund 1.800 rechtlich selbstst√§ndigen Unternehmenseinheiten sollen bis 2010 auf weniger als 1.000 reduziert werden. Im Industry-Sektor sollen zwei Ma√ünahmen den Schwerpunkt bilden. Mit dem Programm ‚ÄěMobility in Motion‚Äú setzt sich die Division Mobility zum Ziel, ihr mittelfristiges Margenband von f√ľnf bis sieben Prozent Umsatzrendite zu erreichen und langfristig zu sichern. Unter anderem sollen standardisierte Plattformen etabliert werden. Im Zuge der umfassenden Restrukturierung sollen weltweit insgesamt 2.500 Stellen abgebaut werden. Rund 700 davon entfallen auf Funktionen in Vertrieb und Verwaltung, rund 1.800 betreffen Engineering- und Fertigungsthemen mit Schwerpunkt Europa. Im Rahmen des seit Herbst 2007 laufenden Restrukturierungsprogramms bei der Business Unit Electronics Assembly (EA) Systems, also dem Gesch√§ft mit Best√ľckungsautomaten, plant der Sektor Industry weitere Ma√ünahmen zur Sicherung der Wettbewerbsf√§higkeit. Um EA im weltweiten Wettbewerb flexibel und schlagkr√§ftig aufzustellen, sollen durch weitere Prozessvereinfachungen und die entsprechende organisatorische Verschlankung bis Ende dieses Jahres 330 Stellen weltweit, davon 250 in Deutschland abgebaut werden. Der Healthcare-Sektor will in verwaltungsnahen Funktionen 1.550 Stellen abbauen. Rund 350 der Stellen sollen dabei auf Deutschland, der Rest im Wesentlichen auf die USA entfallen. Ferner sollen im Rahmen von weiteren Restrukturierungsma√ünahmen maximal rund 1.250 Stellen eingespart werden, davon rund 250 in Deutschland. Dieser Abbau soll vor allem in den Divisionen Imaging & IT und Workflow & Solutions erfolgen. Zum Ausbau der Wettbewerbsposition in dem strategisch wichtigen Healthcare IT-Gesch√§ft werden die Aktivit√§ten auf Zukunftsthemen fokussiert weiterentwickelt. Weitere geplante Personalma√ünahmen aufgrund von Sonderthemen Beim sektor√ľbergreifenden Gesch√§ft von Siemens IT Solutions and Services sollen in Verwaltung und Vertrieb insbesondere durch Einsparungen bei der konzerneigenen IT von Siemens rund 550 Stellen abgebaut werden, davon etwa 300 in Deutschland. Weitere Anpassungen ergeben sich unter anderem aus produktivit√§tssteigernden Anforderungen bei der Verl√§ngerung von Auftr√§gen von Bestandskunden sowie aus einer geringeren Nachfrage f√ľr Software-Entwicklung. Dies betrifft rund 500 Stellen, davon rund 350 in Deutschland. Zus√§tzlich zu den oben genannten Restrukturierungsprojekten plant Siemens den Verkauf der Einheit SIMS (Segment Industrie Montage Services), um ihr eine wettbewerbsf√§hige Fortf√ľhrung der Service- und Montageaktivit√§ten zu erm√∂glichen. Diese Planungen betreffen insgesamt rund 1.200 Mitarbeiter an 35 Standorten in Deutschland. √úber eine flexiblere und schnellere Organisation sollen somit Chancen er√∂ffnet werden, neue Kunden zu erschlie√üen und eine bessere Kostenposition f√ľr den Preiswettbewerb mit vorwiegend mittelst√§ndischen Unternehmen aufzubauen.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.20 12:04 V12.2.3-2