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RoHS | 20 Mai 2008

IPC startet wissenschaftlichen Dialog über geplante RoHS Erweiterung

Die US-amerikanische IPC — Association Connecting Electronics Industries – drängt alle technischen Experten der Mitgliedsunternehmen und andere Interessenvertreter in der Elektronikindustrie, an der Sonderkonferenz am 18. Juni 2008 in Brüssel teilzunehmen, um die Tragweite einer RoHS Erweiterung zu diskutieren.
IPC plant außerdem, Vertreter der Europäischen Kommission zu den Gesprächen einzuladen.

In einem Brief, welcher letzte Woche an Mitlieder versandt wurde, beschriebt IPC detailliert die Besorgnis über einen Berichtsentwurf, welcher von dem Öko Institute herausgegeben wurde. Diese Organisation wurde von der EU Kommission mit der Studie über eine Erweiterung der RoHS Direktive auf andere Substanzen beauftragt. Zudem wurde Besorgnis über die einseitigen und fehlerhaften Methodologien geäußert.

In dem Bericht, ging das Institut weit über das ursprüngliche Rahmenwerk der EU Kommission hinaus und erstellten neue Kriterien und Kategorien zur Eingliederung in die RoHS Direktive. Sie schlagen nun vor, dass Substanzen, welche in der Umwelt beobachtet werden können und Verbrennung betreffen, in die RoHS Direktive aufgenommen werden sollten. Die betrifft unter anderem Tetrabromobisphenol A (TBBPA), das Flammschutzmittel welches bei mehr als 80% der Leiterplatten angewendet wird und bei der Risikoanalyse der Europäischen Union (European Union Risk Assessment) als sicher eingestuft wurde. Zusätzlich schlägt das Institut das Verbot von Hexabromocylcododecanes (HBCDD), verschiedener anderer Phthalate Weichmacher und aller organischen Verbindungen, welche Chlor und Brom enthalten, vor.

Der IPC an seine Mitglieder legt auch offen, das Mitarbeiter des Instituts, IPC die Teilnahme an einem Workshop zur Diskussion des Berichts verweigert hatte. Als Grund wurde angegeben, dass nur “wissenschaftliche Experten eingeladen wurden." Das Institut zeigt eine klare Missachtung der technischen Sachkenntnisse innerhalb der IPC und seiner Mitglieder, zusätzlich zu seiner Ambition die Tragweite der Kriterien über die ursprüngliche Absicht der Europäischen Kommission hinaus. Die Besorgnis innerhalb der Industrie ist, dass die wissenschaftlichen Beweise nicht die Basis dieses Berichts sind.

Während das Institut sich entschlossen hat einige Interessenvertreter von dem Gespräch auszuschließen, glaubt IPC dass es unablässig ist, dass alle wissenschaftlichen Erkenntnisse präsentiert werden. Es ist zuversichtlich, dass das Treffen in Brüssel den Experten der Industrie eine Plattform gibt, ihre technischen Ergebnisse zu präsentieren. Und das bevor die endgültige Entscheidung durch die E Kommission gefallen ist.

Zusätzlich unterstützt IPC die fortlaufenden Ziele die europäischen Verordnungen bezüglich von Chemikalien durch REACH zu verbinden. Wir stellen uns jedoch gegen die Interessen des Institutes, eine striktere Legislation für elektronische und elektrische Geräte einzuführen. Die Position des Institutes zu einer Erweiterung von RoHS ist größtenteils unvereinbar mit der Realisierung von REACH, welches als übergreifende Richtlinie angedacht ist.

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