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Bauteil | 14 Mai 2008

Bauelemente-Distributionsmarkt gibt weiter nach

Der deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) ging im 1. Quartal 2008 um 9,9% gegenüber dem Rekordquartal von 2007 zurück. Die Auftragslage zeigt sich robust und das Book-to-Bill-Rate steigt auf 1,07.
Wie erwartet zeigt sich der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt im ersten Quartal 2008 eher schwach. Verglichen mit dem Rekordquartal Q1/07 nahm der Umsatz 9,9% auf 647 Millionen € ab. Dies liegt im europäischen Trend, wo alle Regionen außer Osteuropa Federn lassen mussten. Die gute Nachricht: Die Auftragslage war sehr gut, mit einer Book-to-Bill-Rate von 1,07 und einem Auftragseingang von 683 Millionen Euro.

Am stärksten betroffen vom zyklischen Rückgang waren die passiven Bauelemente, die um 14,2% auf 93 Millionen € schrumpften. Halbleiter, mit 71% Anteil am gesamten Markt die stärkste Produktgruppe, gingen um 9,9% auf 459 Millionen €zurück. Der Umsatz mit elektromechanischen Komponenten sank um 9,3% auf 75 Millionen €. Gewachsen hingegen ist der Umsatz mit Displays (+9,4%) und Stromversorgungen (+16,7%), wenngleich ihr Beitrag zum Gesamtumsatz vergleichsweise gering war. Bei den Aufträgen war das Minus im Vergleich zu Q1/07 deutlich geringer. Ein Minus von nur 4,5% im Vergleich zum Vorjahr führte zu einer positiven Book-to-Bill-Rate von je 1,07 bei Halbleitern und Elektromechanik und 1,01 bei Displays und Stromversorgungen. Lediglich die passiven Komponenten lagen mit 0,99 ein wenig zurück.

FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet) sieht die Entwicklung verhalten positiv: „Es gibt keinen Grund zur Panik. Der Rückgang gegenüber dem absoluten Rekordquartal der Distributionsgeschichte (Q1/07) ist nachvollziehbar. Angesichts der seit April letzten Jahres anhaltenden Marktschwäche, die sehr viel mit der dollargetriebenen Preisentwicklung zu tun hat, sehen wir eher die positiven sequentiellen Tendenzen. Die anhaltend gute Auftragslage lässt erwarten, dass sich das Minus im Lauf der nächsten Quartale etwas relativiert und – sollte nichts Unvorhergesehenes wie ein weiterer starker, dollargetriebener Preisverfall passieren – das Jahr 2008 mit schlimmstenfalls einem leichten Minus für die Bauelementeindustrie endet.“

Es könnte aber auch wesentlich positiver laufen, meint Steinberger: „Die wirtschaftlichen Rahmendaten in Deutschland sind nach wie vor positiv und der Export gerade in der für die Distribution wichtigen Industriekundschaft bleibt sehr erfolgreich, trotz des Dollars. Im günstigsten Fall ist für den Bauelemente-Distributionsmarkt sogar ein leichtes Plus drin.“

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