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Elektronikproduktion | 15 April 2008

Auf die Plätze … Fertig … Afrika?

Wie man unschwer an den finanziellen Ergebnissen für 2006-2007 erkennen kann, hatten TIER-II Fertigungsdienstleister einige Wachstumsprobleme zu bewältigen. So haben in der Tat, Data und Analysen durch iSuppli gezeigt, dass TIER-II Fertigungsdienstleister 2006 nur ein Wachstum von 1% und 2007 von 2% aufweisen konnten.

Von Adam Pick, Hauptanalytiker bei iSuppli für den Bereich EMS / ODM Services Die größten Herausforderungen für TIER-II Fertigungsdienstleister waren Veränderungen bei der Auftragsvergabe durch OEMs, Fusionen bei EMS-Dienstleistern und der verstärkte Wettbewerb durch TIER-I Dienstleister. Trotzdem konnten einige der TIER-II Fertigungsdienstleister diese Herausforderungen meistern und im letzten Jahr ihren Marktanteil vergrößern. So konnte z.B. Zollner Elektronik (Zollner) 2007 seinen Umsatz von €585 Millionen auf €686 Millionen steigern, eine eindrucksvolle 17,3% Steigerung. Was die Steigerung jedoch besonders bemerkenswert macht ist, dass das Management des deutschen Unternehmens hauptsächlich durch eigene Anstrengungen diese Veränderung hervorgebracht hat. „Ich glaube, dass es eine Reihe von Gründen gibt, warum Zollner seinen Marktanteil weiter ausbauen konnte“, sagt Markus Aschenbrenner, Manager für Business Development bei Zollner, in einem Interview mit iSuppli. „Erstens, bieten wir eine Vielzahl von unterschiedlichen Dienstleistungen an. Fast alle unsere Marktbereiche haben sich – auf absoluter Dollarbasis – 2007 vergrößert. Zweitens, die europäische Wirtschaft hat im Moment keinen schlechten Stand. Drittens, wir erweitern unser Unternehmen durch eigene Anstrengungen. Wir haben sicherlich einige aufregende Gewinne in den letzten 6 Monaten erzielt, aber wir sehen keinen Grund unsere auf Zuwachs basierende Wirtschaftsstrategie zu ändern. Viertens, unser Wirtschaftsmodel ist einzigartig.“ Ein Blick auf Zollners Wirtschaftsmodell zeigt, das man es durchaus als einzigartig bezeichnen kann. Das Unternehmen wurde 1965 gegründet und bietet unterschiedliche Manufakturdienstleistungen, verbunden mit Entwicklungsdienstleistungen an. Zusätzlich ist Zollner auch vertikal verbunden. „ Wir produzieren Plastik, Bleche, Kapselungen, Spulen, PCAs, Module und komplette Baugruppen“, sagt Aschenbrenner. Zollner expandiert nach Tunesien? Um die wachsende Nachfrage decken zu können, erklärte Zollner am 18.März, die Errichtung einer neuen Fabrik in Beja, Tunesien in Nordafrika. In dieser Fabrik werden dann inductive Bauteile hergestellt. Während eines Interviews mit iSuppli, erklärte Aschenbrenner, „Der Einfluss von Inflation und Lohnkosten in Osteuropa macht sich bemerkbar. Während Arbeitskosten nicht der einzige Grund sind um Kapazitäten zu verlagern, stellen die erfahrenen Arbeitnehmer in Tunesien einen Bonus für unsere Produktionsstrategie dar“. Was die nächste Erweiterung bei Zollner betrifft; bisher wurden keine definitiven Pläne öffentlich gemacht. Aschenbrenner erklärte, dass Nordafrika für Zollner durchaus interessant sein könnte. „In Bezug auf die besten Dienstleistungen für unsere Kunden, macht es jedoch Sinn unsere Präsenz auf die Vereinigten Staaten auszuweiten“, erklärte Aschenbrenner abschließend. Für weitere Analysen und Datensätze die sich speziell mit strategischen Veränderungen und Trends in der elektronischen Fertigungsindustrie befassen: die April Ausgabe des EMS / OEM Monitor – Zollner expands sales and capacity into Afrika – von Adam Pick.
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