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Elektronikproduktion | 01 April 2008

Metropolitan-Bauer ist pleite

Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hat die Fahrzeugtechnik Dessau einen Insolvenzantrag gestellt.

Den Insolvenzantrag hat das Unternehmen vor einer Woche gestellt. Fehler im Management hatten die drohende Zahlungsunfähigkeit ausgelöst: "Die Auftragsbücher sind fast voll." Der Eisenbahnbauer hat im vergangenen Jahr rund €15 Millionen erwirtschaftet, mache aber seit einiger Zeit 100 000 Euro Verlust pro Monat. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 168 Mitarbeiter, welche nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" zufolge noch auf ihre Februargehälter warten. Vor zwei Jahren kaufte die russische Transmash-Holding das Unternehmen in Dessau. Die Holding Gesellschaft ist nach eigenen Angaben der größte russische Eisenbahnbauer und beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter, mit einem Jahresumsatz von $100 Millionen. Der neue Eigentümer habe bei der Übernahme eine erhöhte Auslastung garantiert. Die Zusicherung sei bislang jedoch nicht eingehalten worden, sagte Insolvenzverwalter Frenzel der FTP Online. "Die gute Auslastung des Unternehmens ist ohne Transmash zustande gekommen." Dessau-Rosslaus Oberbürgermeister Clemenz Koschig befürchtet zudem, dass eine Abwicklung des Unternehmens weitere Insolvenzen nach sich ziehen könnte. Um die Dessau Fahrzeugtechnik zu unterstützen und eine Kettenreaktion zu verhindern, sei die Stadt deshalb bereit, Schulden des Unternehmens zu stunden. Für Anfang April ist eine Betriebsversammlung einberufen, um die Belegschaft über den Stand des Unternehmens zu informieren. Zu diesem Zeitpunkt werde auch ein Sanierungsplan vorgelegt.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-1