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Elektronikproduktion | 17 MĂ€rz 2008

Fertigungsdienstleister erhöhen Druck auf Handyhersteller

Große ODM-Firmen, welche seit Jahren den Markt dominieren, sehen sich nun einem erhöhten Druck durch Fertigungsdienstleister ausgesetzt. Dies hat 2007 zu einem UmsatzrĂŒckgang bei Mobiltelefonen gefĂŒhrt.
Nach einem Analysebericht von iSuppli, fiel der zusammengerechnete Verkauf fĂŒr 2007 um 18,5% auf 103.8 Million Einheiten (VJ:127 Millionen Einheiten). Dies wiederum zog einen ProduktionsrĂŒckgang fĂŒr schnurlose Telefone nach sich, die 2007 auf 9% (VJ: 12,9%) gefallen sind.

Fertigungsdienstleister konnten wiederum einen Anteil von 21,1% (VJ: 16,6%) am weltweiten Umsatz in diesem Bereich fĂŒr das Jahr 2007 aufbauen. Das bedeutet, dass ODM einen großen Produktionsanteil in diesem Bereich an Fertigungsdienstleister abtreten musste.

Der Bericht sagt zudem, dass der starke RĂŒckgang auf das schlechte Abschneiden von Motorola in diesem Bereich zurĂŒck zufĂŒhren ist. Die taiwanesische Firma Compal Communications (CCI) ist nun der weltweit grĂ¶ĂŸte Produzent von Mobiltelefonen. Beide Firmen – Motorola und CCI – grĂŒndeten 2004 eine strategische Partnerschaft. Motorola ist mit 91,3% des jĂ€hrlichen Umsatzes CCIs grĂ¶ĂŸter OEM Kunde.

Zudem mĂŒssen ODM der harten Konkurrenz durch Fertigungsdienstleister entgegenwirken. Foxconn und Flextronics haben durch strategische Akquisitionen ihre KapazitĂ€ten deutlich erhöht. Diese Vorteile können nun direkt an den Kunden weitergegeben werden. Das grĂ¶ĂŸte Problem fĂŒr ODMs ist die ĂŒbermĂ€ĂŸige AbhĂ€ngigkeit von einem einzigen Kunden. iSuppli empfiehlt eine erhöhte DiversitĂ€t und höhere Design-Provisionen. Zudem sollten ODMs sich auf momentan unterversorgte Bereiche, wie etwa CDMA Telefone, Smart-Phones oder GPS-Telefone konzentrieren.
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