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Allgemein | 11 MĂ€rz 2008

Bayerische Elektronikunternehmen rechnen mit weiterem Wachstum

Auf der Grundlage einer aktuellen Verbandsumfrage zur wirtschaftlichen Lage bei den bayerischen ZVEI-Mitgliedsfirmen sieht er keinen Grund „in Panik auszubrechen.“
„Wir gehen in eine Zeit, in der das weltwirtschaftliche Wachstum sich verlangsamt. ZusĂ€tzlich wird die Konjunktur durch hohe Rohstoff- und Energiepreise und einen starken Euro sowie durch das drohende Ende der LohnzurĂŒckhaltung belastet“, so beurteilt Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Kathrein, Vorsitzender der ZVEI-Landesstelle Bayern und ZVEI-VizeprĂ€sident auf der Jahrespressekonferenz der Landesstelle in MĂŒnchen die aktuellen Rahmenbedingungen fĂŒr die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Kathrein mahnt: „Wir dĂŒrfen 2008 unsere WettbewerbsfĂ€higkeit nicht verspielen und mĂŒssen 2009 die Risiken bewĂ€ltigen.“

Noch immer beurteilen fast 90 Prozent der Mitgliedsfirmen die Entwicklung gegenĂŒber 2007 als besser oder gleich. Trotzdem hat sich die Skepsis verstĂ€rkt, denn doppelt so viele Befragte wie 2007 (fast 18 Prozent) halten die Ertragsentwicklung fĂŒr die gesamte Branche fĂŒr schlechter.

In der Umfrage kommt auch zum Ausdruck, dass sich die Gewinnmargen stark verkleinert haben und die Umsatzrenditen sehr eng und schwer erkÀmpft sind.

Sehr erfreulich wird die BeschĂ€ftigungssituation eingeschĂ€tzt. Fast die HĂ€lfte aller Firmen will die Zahl ihrer Mitarbeiter im Jahr 2008 erhöhen und die Übrigen ihre Mitarbeiterzahl zumindest konstant halten. Damit kann der BeschĂ€ftigtenstand in Bayerns Elektrotechnik- und Elektronikindustrie von 207.500 Mitarbeitern im Jahr 2008 auf ĂŒber 210.000 anwachsen und damit den höchsten BeschĂ€ftigungsstand der letzten zehn Jahren in Bayern erreichen.

Die gute BeschÀftigungsentwicklung in Bayern wird auch im Vergleich zu der Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland deutlich. Bundesweit betrug im Jahr 2007 der Anstieg der BeschÀftigung 1,5 Prozent, in Bayern 4,1 Prozent.

„Bedenklich stimmt allerdings“, so Kathrein, „dass fast 40 Prozent der Firmen die Investitionen einschrĂ€nken und nur noch ein Drittel die Investitionen erhöhen wollen.“

Insgesamt könne man laut Kathrein feststellen, dass sich die Elektrotechnik- und Elektronik-Branche in einer robusten Verfassung befindet, die Erwartungen aber eine deutliche AbkĂŒhlung signalisieren. FĂŒr die Zukunft sieht er in der Elektroindustrie weiterhin einen hoch innovativen Technologietreiber, der die Voraussetzungen fĂŒr die Zukunftstechnologien anderer Branchen schafft. Dies werde auch daran deutlich, dass die Branche bundesweit jĂ€hrlich ca. 18 Milliarden Euro in die Zukunft – in Forschung, Entwicklung und Anlageinvestitionen – investiert. Das sind zehn Prozent des Branchenumsatzes und entspricht dem Zehnfachen des Gewerbesteueraufkommens der Stadt MĂŒnchen.

Einen besonderen Fokus will der ZVEI Bayern 2008 auf das Thema Energie-Effizienz setzen. Kathrein ist sich sicher, dass nur gemeinsame Anstrengungen der Elektroindustrie, der Politik sowie der industriellen und gewerblichen, privaten und öffentlichen Kunden und Abnehmer der Energie-Effizienz auf der Verbrauchsseite volkswirtschaftlich spĂŒrbaren Schub geben können. Energie-Effizienz ist unsere gemeinsame Sache!

Als Wachstumsbremse erweist sich seit langem der FachkrĂ€ftemangel. Kathrein fordert daher, dass sich Deutschland und Bayern fĂŒr mehr SpitzenkrĂ€fte aus dem Ausland öffnen und die Zuwanderung erleichtert wird. SelbstverstĂ€ndlich mĂŒssten auch die eigenen Anstrengungen verstĂ€rkt werden.
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2018.12.11 23:40 V11.10.6-1