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Elektronikproduktion | 06 März 2008

Siemens will wohl auch Telefonproduktion SHC verkaufen

Siemens will anscheinend in nächster Zeit auch den Bereich Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) verkaufen.

Dieser produziert unter anderem Gigaset-Telefone, sowie Zubehör für den schnellen Internetzugang und Empfänger fürs digitale Fernsehen. Der bereich ist zwar profitabel, passt aber nicht mehr in das neue Portfolio von Siemens. Wie einer Präsentation von Finanzchef Joe Kaeser vor Analysten in New York zu entnehmen war, plant der Konzern, nur 386 Millionen Euro Umsatz aus seinen Randgeschäften zu behalten. Die zu den Randbereichen zählende Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch einen Umsatz von 790 Millionen Euro erlöst. Ein Siemens-Sprecher lehnte einen Kommentar zur Möglichkeit des SHC-Verkaufs ab. Er verwies auf Aussagen des Finanzvorstands von Ende Februar. Dieser hatte sich hinsichtlich Marktposition und Technologie von SHC sehr positiv geäußert. Auf Diskussionen zur Zukunft des Geschäfts hatte Kaeser sich jedoch nicht einlassen wollen. Der Sprecher ergänzte: "Das Geschäft belastet nicht, es ist keine Eile geboten." SHC war im Geschäftsjahr 2006/2007 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und hatte einen Gewinn von 13 Millionen Euro erwirtschaftet. Siemens will bis Ende kommenden Jahres seinen sogenannten "Sonstigen Aktivitäten" weitgehend abstoßen. Die betroffenen knapp 190 Geschäftsbereiche sollen entweder verkauft, in die drei neu geformten Sektoren Energie, Industrie und Medizintechnik integriert oder geschlossen werden. Zu Schließungen soll es aber nur im äußersten Notfall kommen. Siemens Home and Office Communication Devices ist ein Überbleibsel des ehemaligen Kommunikationsbereichs COM. Der Konzern hat sich weitgehend aus dem Kommunikationsgeschäft zurückgezogen und den größten Teil von COM in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem finnischen Handyhersteller Nokia eingebracht.
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