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Fertigungsanlagen | 29 Februar 2008

Uni Jena entwickelt Drucker für Elektronik

Wissenschaftler des Lehrstuhls für Organische und Makromolekulare Chemie der Universität Jena haben neue Tinten, Druckprozesse, Sinterverfahren sowie in Kooperation einen Drucker der nächsten Generation entwickelt, mit dem sich u.a. Elektronik drucken lässt. Die Forscher stellen ihre Forschungsergebnisse vom 4.-9. März auf der CeBit vor.
Im Gegensatz zu traditionellen Tintenstrahl- oder Laserdruckern kommen aus der Düse des Druckers Silberpartikel oder Kunststoffe. Damit diese Stoffe an glatten Oberflächen optimal haften, werden winzige Tröpfchen aus speziellen Lösungsmittelgemischen verwendet. Die Tröpfchen sind so klein, dass 30 Millionen von ihnen die Größe eines Wassertropfens ergeben. Die neuen Materialien und Verfahren können aber noch viel mehr. Schon jetzt vermögen die Wissenschaftler, mit ihrem Drucker Materialien für Solarzellen oder Lichtquellen direkt zu drucken. Die Forscher der Jenaer Universität denken aber weiter. Sie wollen mit ihrem Drucker die dritte Dimension erobern. Ziel ist es, hartes bzw. weiches Gewebe zu drucken. Für die Medizin ergeben sich dabei phantastische Aussichten: "Wir hoffen, in Zukunft Hautgewebe oder Blutgefäße drucken zu können", sagt Ulrich S. Schubert. Für Patienten mit großflächigen Verbrennungen wäre das ein gewaltiger Fortschritt.

Gemeinsam mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentieren sich die Jenaer Wissenschaftler auf dem Gemeinschaftsstand in Halle 9.

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