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Fertigungsanlagen | 27 Februar 2008

Interview mit Joe Kresky/Hollmüller Maschinenbau GmbH

evertiq sprach mit Joe Kresky, dem Geschäftsführer der Hollmüller Maschinenbau GmbH, einem Hersteller von Fertigungsanlagen für die Elektronik- und Solarindustrie.
Die Hollmüller Maschinenbau GmbH (HMS) wurde im Juni letzten Jahres in die RENA Unternehmensgruppe integriert. Welche Auswirkungen hat dies für HMS?
Beide Unternehmen entwickeln und produzieren horizontal nasschemische Anlagen, dabei überschneiden sich die Produktpaletten der beiden Unternehmen aber nur geringfügig. Während sich HMS auf Anlagen für die Herstellung von Leiterplatten und Reel-to-Reel-Produkte konzentriert, liegt der Schwerpunkt von RENA bei Anlagen für den Halbleiterbereich und Solarzellen. Beide Firmen ergänzen sich technologisch und sind fest am Markt etabliert. Daher werden beide Unternehmen künftig sehr eng zusammenarbeiten unter dem jeweiligen Firmennamen. HMS führt dabei den Hinweis "Member of RENA Group" im Namen. Gemeinsam haben wir die richtige Basis, um uns am Weltmarkt erfolgreich zu behaupten. Mittlerweile bestätigen uns auch die erfolgreichen Gespräche mit internationalen Kunden auf Messen und die gute Auftragslage, dass sich die Kunden weiterhin auf die Qualität von HMS-Anlagen verlassen.

Wie wichtig ist der zur Zeit boomende Solarmarkt für die RENA Gruppe?
Bei HMS entfällt rund ein Viertel des Umsatzes auf die Dünnschicht-Solartechnik. HMS wird diese Produkte weiter herstellen, in Zukunft aber unter der Marke RENA verkaufen. Wir erwarten im Solarbereich ein Wachstum von rund 35 Prozent pro Jahr und dementsprechend wird die Zahl der Mitarbeiter der RENA Gruppe innerhalb von zwei Jahren von heute rund 850 auf etwa 1000 zunehmen. Mit dem Solargeschäft können wir zudem gut das zyklische Verhalten des Leiterplattenmarkts ausgleichen.

Im November hat HMS ein neues Werk in Polen, das mittlerweile Fünfte, eröffnet. Welchen Stellenwert hat für HMS und die RENA Gruppe der Standort Deutschland?
Deutschland ist für uns der ideale Standort. Deutschland liegt zwischen den Zeitzonen der USA und Asien und hat daher vertriebstechnisch für uns eine optimale Lage. Zudem verfügen wir in Deutschland in unseren Arbeitsgebieten über einen für uns wichtigen technologischen Vorsprung, der auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt. Wir werden daher weiterhin in Deutschland in Kapazitäten und Technologien investieren. So werden wir zum Beispiel in etwa zwei Jahren in Herrenberg ein neues Firmengebäude errichten. Das neue Werk in Lodz/Polen fertigt Bauteile für die nasschemischen Anlagen von RENA und HMS, während die Endmontage der Maschinen in den jeweiligen Niederlassungen in Deutschland erfolgt. Polen bietet den Vorteil kostengünstiger Arbeitskräfte in Kombination mit einer geringen Entfernung zu Deutschland, ähnlicher Mentalität, geringer Sprachbarrieren und keine anfallenden Zölle innerhalb der EU. Daher ist auch diese Investition ein wichtiger Meilenstein für unsere zukünftigen Erweiterungspläne.

Sehen Sie wie viele andere Unternehmen eine zunehmende Konkurrenz durch Unternehmen aus China?

Wie bereits gesagt, haben wir in Deutschland in unseren Arbeitsgebieten einen wichtigen technologischen Vorsprung, speziell im Bereich der Galvanotechnik. Daher sehe ich keine Gefahr aus China. Auch der vielfach geäußerte Mangel an Fachkräften ist für uns kein Problem. Wir verfügen über ein gutes Team und haben bislang noch immer geeignete neue Mitarbeiter gefunden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Gespräch führte Herbert Hönle.

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