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Allgemein | 26 Februar 2008

BITKOM baut Aktivitäten zu Embedded Software aus

Der Branchenverband BITKOM will seine Aktivitäten im Bereich der Embedded Systems verstärken. Der Ende 2007 gegründete Arbeitskreis „Softwareintensive eingebettete Systeme“ hat eine Basis-Studie in Auftrag gegeben und will Embedded Software für Öffentlichkeit und Politik als eigenständigen Wirtschaftsfaktor greifbar machen. Dies gab der Verband anlässlich der Messe Embedded World bekannt.
„In Deutschland sehen wir Embedded Software bisher immer nur als Teil der vertikalen Märkte wie Automobil- oder Maschinenbau“, sagte Arbeitskreisleiter Knut Degen. „In den USA, Asien und Frankreich hingegen wird Embedded Software in der Öffentlichkeit als strategisches Wachstumsfeld wahrgenommen und gezielt aufgebaut.“

Eingebettete Systeme sind Chips oder Computer, die nach außen meist unsichtbar in ein technisches Umfeld integriert sind und dieses System steuern, regeln oder überwachen. Eine Studie „Die Zukunft der Digitalen Wirtschaft“ von Roland Berger im Auftrag des BITKOM nennt Embedded Systems als eines von sechs strategischen ITK-Wachstumsfeldern. Das weltweite Marktvolumen wird dort auf 138 Milliarden Euro geschätzt, das jährliche Wachstum bis 2010 auf neun Prozent. In umsatzstarken vertikalen Märkten sind Embedded Systems der entscheidende Treiber von Produktinnovationen. So sind rund 90 Prozent aller Innovationen im Automobilsektor ITK-basiert. Deutschland hat durch seine solide industrielle Basis eine traditionell starke Position. Der Wettbewerbsdruck steigt jedoch durch die intensive staatliche Förderung besonders in den asiatischen Ländern. Laut Berger-Studie kann nur schnelles Handeln eine Schwächung der bislang guten deutschen Marktposition verhindern.

Trotz dieser hohen Relevanz existieren in Deutschland kaum Marktdaten zu diesem bedeutenden Querschnittssegment. Der BITKOM hat daher Pierre Audoin Consultants (PAC) und TechConsult mit einer neuen Studie beauftragt. Die Ergebnisse sollen im Herbst präsentiert werden. Die Erhebung soll die bisher auf vertikale Märkte fokussierten Daten ergänzen, das Gesamtmarktvolumen ermitteln sowie die Auswahl zukünftiger nationaler Förderschwerpunkte und die Bildung regionaler Cluster unterstützen. Den Fragenkatalog haben die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mitentwickelt.

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