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© ASML
Elektronikproduktion |

Fernabschaltung von ASML-Chipmaschinen offenbar möglich

Das niederländische Unternehmen ASML könnte seine Maschinen für die Chipherstellung aus der Ferne abschalten, wenn China den Inselstaat Taiwan angreift. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei auf Insider. ASML ist für die Chipindustrie einer der wichtigsten Lieferanten, unter anderem für den taiwanischen Chiphersteller TSMC

Die Fernabschaltung sei bei ASML-Maschinen möglich, die extrem ultraviolette Lithografie einsetzen und als EUVs bezeichnet werden. Diese Maschinen nutzen hochfrequente Lichtwellen, um die kleinsten Mikrochip-Transistoren herzustellen, Chips, die sowohl für künstliche Intelligenz als auch für militärische Anwendungen genutzt werden, heißt es im Handelsblatt dazu weiter. Gefertigt werden diese Chips vor allem in Taiwan.

Die Technologie von ASML ist schon lange Gegenstand staatlicher Interventionen, um zu verhindern, dass sie in die falschen Hände gerät. Die Niederlande verbieten dem Unternehmen beispielsweise den Verkauf von EUV-Maschinen an China. Die USA fürchten, dass sie ihrem Rivalen im globalen Chipkrieg einen Vorteil verschaffen könnten.

Mit einer Invasion könnten die Chinesen Zugriff auf fortschrittliche Maschinen zur Chipproduktion haben, schreibt das Handelsblatt weiter. Die Niederlande sollen laut Bericht darum einen möglichen Einmarsch Chinas simuliert haben, um die Risiken besser einschätzen zu können. Dabei habe ASML den niederländischen Beamten versichert, dass ihre Maschinen aus der Ferne abschaltbar seien.

Auf Betreiben der USA hatten die Niederlande bereits in diesem Jahr den Export der nächstfortschrittlichen Chipmaschinen von ASML gestoppt. Einige geplante Lieferungen an chinesische Kunden wurden storniert. Das Unternehmen erwartet dem Bloomberg-Bericht zufolge, dass bis zu 15 Prozent der diesjährigen Verkäufe nach China von den neuesten Exportkontrollmaßnahmen betroffen sein werden.


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2024.06.13 13:49 V22.4.55-1