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© Schaltbau
Elektronikproduktion |

Schaltbau: Produktion ist auch in Deutschland machbar

Eine wettbewerbsfähige Produktion funktioniert auch in Deutschland. Schaltbau zeigt, dass die Produktion auch hierzulande zukunftsfähig ist. Viele Firmen erwägen allerdings die Verlagerung ins Ausland.

Inmitten der Diskussionen über eine drohende Deindustrialisierung Deutschlands wegen hoher Energiepreise will der Elektrotechnikspezialist mit seinem 60-Millionen-Euro-Musterwerk den Beweis antreten, dass Produktion in Deutschland machbar ist. Das neue Werk sei schon fast eine Pilgerstätte für Fertigungsexperten geworden, hat Schaltbau-CEO Steffen Munz gegenüber dem Handelsblatt gesagt. 

In der Fabrik und dem Logistiklager sind moderne Automatisierungs- und effiziente Energietechniken verbaut. Ein Jahr nach der Inbetriebnahme zieht das Unternehmen eine erste Zwischenbilanz. Es zeige sich, dass man wettbewerbsfähig und gleichzeitig ressourcenschonend sowie CO2-frei produzieren könne. Es zeichne sich ab, dass die Einsparziele von 35 Prozent bei den Energiekosten eher sogar noch übertroffen werden können. 

Die Schaltbaufabrik ist als eine der ersten weltweit mit einem Gleichstromnetz ausgestattet, das unter anderem Umwandlungsverluste bei der Nutzung der installierten Photovoltaikanlagen vermeidet. Hier leiste man Pionierarbeit, so Operations-Leiter Michael Ettl zum Handelsblatt.

Aber es gibt auch Hindernisse. Vor über einem Jahr stellte Schaltbau dem Bericht nach bei seinem Energieversorger den Antrag, die 1,64-Megawatt-Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ans Netz anzuschließen. Das Formular E8 habe Michael Ettl regelrechte Albträume beschert, heißt es weiter. Der Prozess habe sich als sehr komplex gezeigt.

Schaltbau will mit der Musterfabrik zeigen, was bereits machbar ist und damit auch das Interesse bei anderen Unternehmen wecken. Das Unternehmen produziert Schutztechnik, die einen sicheren Einsatz von Gleichstrom ermöglicht.


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2024.06.13 13:49 V22.4.55-1