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© Wurth Elektronik
Leiterplatten |

Würth Elektronik startet Forschungsprojekt HyPerStripes

In vielen miniaturisierten Elektronikanwendungen ist die herkömmliche Kabelverdrahtung sowohl kostspielig als auch materialaufwendig. Zudem begrenzt sie den Spielraum für Innovationen und die Steigerung der Produktperformance.

Als führender Leiterplattenhersteller in Europa will sich Würth Elektronik in erster Linie mit der Rolle-zu-Rolle-Verarbeitung auf flexiblen und dehnbaren Leiterplatten konzentrieren, um praktisch "endlose" Elektronik mit feinen miniaturisierten Strukturen zu ermöglichen, schreibt das Unternehmen. Ziel sei es, dehnbare Schaltungsträger in Längen von mehr als einem Meter für kosteneffiziente Produkte und die entsprechenden Fertigungstechnologien zu entwickeln.

Das Projekt HyPerStripes (Hybrid integrated high performance electronic stripes) befasst sich mit den bekannten Einschränkungen, indem es Technologien und Produktionsprozesse für lange, intelligente und flexible elektronische Systeme entwickelt, die herkömmliche Kabel ersetzen können. HyPerStripes fokussiert sich auf zwei Schlüsselanwendungen. Zum einen auf medizinische Instrumente, die in minimalinvasiven Eingriffen Verwendung finden (beispielsweise Katheter und Implantate), und zum anderen auf umweltfreundliche LED-Beleuchtungsflächen.

Die Projektpartner von HyPerStripes sollen eine Technologieplattform und Fertigungstechniken für die Rolle-zu-Rolle-Verarbeitung (R2R) und die Integration von elektronischen Komponenten auf sehr lange („endlose“), flexible und dehnbare Leiterplatten schaffen. Dies werde den Weg zu leistungsstärkeren Produkten und neuen Anwendungen ebnen und gleichzeitig die Kosten und Umweltauswirkungen der Herstellung reduzieren, heißt es weiter.

Außerdem werde es Europas weltweite Wettbewerbsfähigkeit in der Produktion flexibler Elektronik stärken und maßgeblich zur Nachhaltigkeit in Produktion und Produkten beitragen. HyPerStripes ist ein europäisches Forschungsprojekt, das von Deutschland, Irland und den Niederlanden finanziert wird.

Im Gesundheitswesen haben Miniaturisierung und flexible Elektronik bereits wertvolle Vorteile gebracht. Minimal-invasive Verfahren ermöglichen die Untersuchung und Behandlung von Krankheiten ohne größere chirurgische Eingriffe. Dennoch verlassen sich viele dieser Geräte, wie intelligente Katheter, immer noch auf eine „altmodische“ Verkabelung. Sie beeinflusst auch die Zuverlässigkeit, die Fertigungsausbeute, das Gewicht und den Ressourcenverbrauch. Ein flexibler, dünner Streifen, auf dem die hybriden elektronischen Komponenten integriert sind, könnte diese Verbindungsprobleme lösen. Dies eröffne auch neue Anwendungen im Gesundheitswesen.


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2024.03.01 09:18 V22.3.47-1