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© Northvolt
Elektronikproduktion |

Frischer Gegenwind für Northvolt in Heide

Das schwedische Unternehmen Northvolt will eine Batteriefabrik an der schleswig-holsteinischen Westküste errichten. Die Pläne sind bereits fortgeschritten. Jetzt allerdings weht den Schweden ein kräftiger Gegenwind entgegen.

Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet, wollen mehrere Anwohner des Firmengeländes ihre Grundstücke nicht so ohne weiteres verkaufen. Das ganze Landschaftsbild würde sich gewaltig verändern. Die Wohnqualität bleibe auf der Strecke,  heißt es. Ein Anwohner schimpft, durch das hohe Gebäude würde die Sonne auf seinem Grundstück künftig zwei Stunden eher untergehen als bisher.

Ein Landwirt aus dem benachbarten Norderwöhrden wolle sein Grundstück gar nicht erst an Northvolt verkaufen, berichtet der NDR. Der schwedische Konzern habe deswegen seine Baupläne im nördlichen Teil des Geländes anpassen müssen. Statt der eigentlich geplanten 150 Hektar stehen nun lediglich 110 Hektar zur Verfügung. 

Northvolt hat mit den Landbesitzern des eigentlichen Fabrikgeländes bereits Vorverträge geschlossen. Doch es würden noch mehr Grundstücke benötigt, unter anderem für Zulieferbetriebe oder als ökologische Ausgleichsflächen. Helfen bei der Weiterentwicklung von landwirtschaftlichen Flächen zu Industrieflächen soll künftig eine neue Gesellschaft. Der Kreis Dithmarschen gründet dafür jetzt die "Grundstücksentwicklungsgesellschaft Westküste“, heißt es beim NDR weiter.

Nach wir vor fehlt aber die finale Entscheidung von Northvolt für das 4,5-Milliarden-Projekt vor den Toren Heides. Das schwedische Unternehmen wartet unter anderem auf eine Entscheidung der EU-Kommission in Sachen Beihilferecht. Dabei geht es vor allem um die Genehmigung einer Millionen-Förderung der Gigafactory durch den Bund und das Land Schleswig-Holstein.


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2024.03.01 09:18 V22.3.47-1