Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© Ford Motor
Elektronikproduktion |

Ford streicht in Deutschland rund 2.300 Stellen

Schlechte Nachrichten für zahlreiche Ford-Beschäftigte. Bei dem Autobauer sollen auf dem Weg zur Elektromobilität bis 2025 rund 4.000 Mitarbeiter in Europa ihre Jobs verlieren. Besonders stark betroffen sind Standorte in Deutschland.

Mit 2.300 Arbeitsplätzen entfällt mehr als die Hälfte auf die Standorte in Köln und Aachen, wie Ford mitteilt. Die jetzt angekündigten Maßnahmen richteten die Produktentwicklungsorganisation und die Verwaltungsfunktionen von Ford in Europa auf ein kleineres, fokussierteres und zunehmend elektrisches Produktportfolio aus, hat Ford Deutschland-Chef Martin Sander gesagt. In Deutschland beschäftigt Ford insgesamt 19.000 Mitarbeiter.

Ford und seine Arbeitnehmervertretung hätten sich auf eine Vereinbarung geeinigt, die betriebsbedingte Beendigungskündigungen am Kölner und Aachener Standort bis Ende 2032 ausschließe, schreibt Ford auf seiner Homepage. Diese Rahmenvereinbarung sei die Grundlage zur Beschleunigung der Transformation des europäischen Automobilgeschäfts des Herstellers und eine Reaktion auf die sich rasch verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Der Autobauer will sich demnach von 1.700 Entwicklern trennen, dazu kommen 600 Mitarbeitende in administrativen Bereichen, der Marketingabteilung und im Vertrieb. Einschließlich eines Personalabbaus in Großbritannien und anderen Ländern seien 3.800 Stellen betroffen. Der Ankündigung waren wochenlange Verhandlungen mit der Gewerkschaft vorausgegangen. 

„Der Weg zu einer nachhaltig profitablen Zukunft für Ford in Europa erfordert breit angelegte Maßnahmen und Veränderungen in der Art und Weise, wie wir Ford-Fahrzeuge entwickeln, bauen und verkaufen. Dies hat Auswirkungen auf die Fähigkeiten und die Organisationsstruktur, die wir in Zukunft brauchen werden", so Martin Sander.

Entsprechend der Umstellung des Produktportfolios auf elektrische Fahrzeuge passt Ford ebenfalls die Struktur der Produktentwicklung und der Verwaltung an und stellt die Organisationen damit schlanker und flexibler auf. Mit diesen Plänen legt Ford in Europa den Grundstein für eine Zukunft mit einer Palette ikonischer Fahrzeuge, die von Fords amerikanischer Historie inspiriert sind, sowie einem Angebot intelligenter Software und Dienstleistungen, teilt Ford weiter mit.

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr seine Gewinnziele verfehlt und will sich einer Radikalkur unterziehen.


Anzeige
Weitere Nachrichten
2024.07.23 01:29 V22.5.13-2