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Allgemein | 10 Dezember 2007

Deutscher Zukunftspreis für Osram- und Fraunhofer-Forscher

Dr. rer. nat. Klaus Streubel (Sprecher), Dr. rer. nat. Stefan Illek und Dr. rer. nat. Andreas BrĂ€uer (Osram Opto Semiconductors GmbH, Regensburg/Fraunhofer-Institut fĂŒr Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Jena) erhalten fĂŒr das Projekt „Licht aus Kristallen – Leuchtdioden erobern unseren Alltag“ den Deutschen Zukunftspreis 2007.
BundesprĂ€sident Horst Köhler hat in Berlin dem Team aus Regensburg und Jena den mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis 2007, den Preis des BundesprĂ€sidenten fĂŒr Technik und Innovation, verliehen. Bei der Preisverleihung wĂŒrdigte der BundesprĂ€sident die nominierten Forscher und Entwickler als Menschen, die beispielhaft den Erfindergeist und die Umsetzungskraft verkörpern, auf die Deutschland fĂŒr die Zukunft setzen muss. Mit dem Deutschen Zukunftspreis 2007 werden die DĂŒnnfilm-Chiptechnologie und ihr Einsatz in der Ostar LED-Familie ausgezeichnet. Die DĂŒnnfilm-Technologie ermöglicht einerseits die Herstellung sehr leuchtstarker LED-Chips und erlaubt andererseits ihre Anordnung dicht nebeneinander zu einer grĂ¶ĂŸeren LeuchtflĂ€che. Die hocheffizienten Leuchtdioden machen durch die innovative Technologie neue Anwendungen möglich: vom Einsatz in Mini-Projektoren und RĂŒckprojektionsfernsehern, NachtsichtgerĂ€ten in Autos bis zur flĂ€chendeckenden Verwendung in der Allgemeinbeleuchtung. Somit können die LED jetzt beispielsweise in Front- und RĂŒcklichtern von Autos gezielt fĂŒr die optimale Sicht im Straßenverkehr sorgen und eröffnen zudem völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten der Scheinwerfer. Die technische Neuheit der Ostar-Leuchtdiode liegt in einem perfekten Zusammenspiel verschiedenster Technologien: einem neuartigen Herstellungsverfahren fĂŒr Hochleistungschips, einer optimal angepassten GehĂ€useplattform und einer speziell in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut fĂŒr Angewandte Optik und Feinmechanik entwickelten Optik. "Durch diese Technologien können wir eine besonders hohe Leuchtdichte bei LED aller Farben und fĂŒr infrarotes Licht gewĂ€hrleisten - eine bahnbrechende Neuerung", erklĂ€rt Dr. Klaus Streubel. Leuchtdioden bestehen aus Halbleiterkristallen, die wĂ€hrend der Herstellung auf einem Substrat wachsen. Bislang verblieb dieses Substrat nach Fertigstellung in der Diode und absorbierte einen Großteil des erzeugten Lichts. Nun ist es mit der von OSRAM Opto Semiconductors entwickelten DĂŒnnfilm-Technologie gelungen, dies zu vermeiden. Dazu wird die Oberseite der Licht erzeugenden Schicht mit Metall bedampft. Diese metallisierte Seite wird dann auf ein dĂŒnnes TrĂ€germaterial aufgelötet und dient als Reflektor. Das ursprĂŒngliche Substrat wird entfernt. So entsteht eine dĂŒnne, Licht erzeugende Schicht, die sehr nah an der OberflĂ€che der LED liegt. Die Leuchtdiode kann daher fast das gesamte Licht nach oben abstrahlen - fĂŒr die LED ein regelrechter Helligkeitssprung. Die Ostar-GehĂ€use sind genau auf die Vorteile dieser DĂŒnnfilm-Chips ausgerichtet. UnterstĂŒtzt wurden die EntwicklungstĂ€tigkeiten vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung.
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