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Allgemein | 05 Dezember 2007

Greenpeace-Ranking: Null Punkte für Nintendo

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den aktuellen Bericht des vierteljĂ€hrlich erscheinenden "Leitfadens zur grĂŒnen Elektronik" veröffentlicht. Zum ersten Mal wurden auch Unternehmen unter die Lupe genommen, die TV-GerĂ€te und Spielkonsolen produzieren.
Das wurde dem japanischen Hersteller Nintendo sogleich zum VerhĂ€ngnis, der Konzern findet sich am untersten Ende der Skala mit null von zehn möglichen Punkten wieder. Allerdings liefere Nintendo ĂŒberhaupt keine Daten zu verwendeten Chemikalien oder Informationen zu Produkt-RĂŒcknahmeprogrammen fĂŒr Kunden. Anfangs hatte sich Greenpeace auf PCs und Handys konzentriert, weil diese GerĂ€te ĂŒblicherweise einen sehr kurzen Produktlebenszyklus haben. Mit der nun stattfindenden Umstellung auf digitales Fernsehen werden jedoch viele TV-GerĂ€te ausgewechselt und somit zu MĂŒll, so dass nun auch diese Produkte erstmals berĂŒcksichtigt werden. Zudem handelt es sich hierbei um einen mittlerweile sehr großen Markt, der zudem stark wĂ€chst. Im vergangenen Jahr wurden auf diesem Sektor ĂŒber 62 Mio. GerĂ€te verkauft. Nur wenig besser als Nintendo schlugen sich die Konzerne Microsoft, Philips und Sharp. "Es ist jedoch gut zu sehen, dass Unternehmen wie Sharp und Microsoft zumindest einen Zeitplan dafĂŒr haben, Materialien wie PVC und bromierte Flammschutzmittel aus ihrer gesamten Produktion zu nehmen", meint Iza Kruszewska, Leiterin der internationalen Greenpeace-Kampagne. "Wir sehen bei allen Unternehmen, die sich aktuell am untersten Ende der Skala befinden Spielraum fĂŒr Verbesserungen. Wir hoffen, dass die Unternehmen reagieren und sich bis zum nĂ€chsten Mal deutlich steigern werden", so Alhajj. Im aktuellen Greenpeace-Report gab es zudem einen Wechsel an der Spitze. Handyhersteller Nokia wurde von Konkurrent Sony Ericsson abgelöst. Grund hierfĂŒr waren Strafpunkte, die von den Toxikologen an Nokia aber auch an Motorola vergeben wurden. Die Umweltschutzorganisation testete die Produkt-RĂŒcknahmeprogramme der Unternehmen in sechs LĂ€ndern, wo diese laut Homepage angeboten werden. Nokia stĂŒrzte auf Rang neun ab, Motorola landete auf Platz vierzehn. "Sehr positiv hat sich Toshiba entwickelt. Das Unternehmen hat einige Chemikalien aus seinen Produkten eliminiert. Man kann sagen, dass deren Laptops nun um einiges grĂŒner sind", lobt Alhajj den Elektronikkonzern. In das Greenpeace-Ranking fließen neben dem tatsĂ€chlichen Verzicht auf giftige Materialien auch Programme mit ein, die zu einer sauberen Produktion fĂŒhren sollen. So haben Apple, Panasonic, Samsung, Sharp und Sony mittlerweile versichert, PVC und bromierte Flammschutzmittel aus ihrer Produktion verbannt zu haben. "Versprechen alleine werden kĂŒnftig jedoch nicht mehr ausreichen, eine Topplatzierung zu halten", sagt Alhajj. Unternehmen, die eine FĂŒhrungsposition im verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt einnehmen wollen, mĂŒssen ihre Produkte ohne Verwendung schĂ€dlicher Chemikalien fertigen. Desweiteren mĂŒssen sie Programme anbieten, in deren Rahmen alte GerĂ€te zurĂŒckgenommen und entsprechende entsorgt werden, so die Greenpeace-Forderung. Quelle: www.pressetext.at
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