Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© dmitriy shironosov dreamstime.com Elektronikproduktion | 27 September 2022

PowerCo und Umicore schließen Joint Venture

PowerCo, das neue Batterieunternehmen des Volkswagen Konzerns, und der belgische Materialtechnologie-Konzern Umicore haben die Gründung eines Joint Ventures für die Kathoden- und Vormaterialproduktion in Europa bekannt gegeben. Ab 2025 soll das Gemeinschaftsunternehmen die europäischen Batteriezellfabriken der PowerCo mit Schlüsselmaterialien versorgen.

Wie Volkswagen weiter mitteilt, wollen die Partner bis zum Ende des Jahrzehnts Kathoden- und Vormaterial für 160 Gigawattstunden Zellkapazität pro Jahr produzieren. Das entspreche einer jährlichen Produktionskapazität, die für rund 2,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge ausreicht. Kathodenmaterial ist für die Transformation zur Elektromobilität als zentraler technologischer Hebel für die Batterieleistung und als bedeutendster Kostenfaktor von entscheidender Bedeutung.

Die langfristige Partnerschaft ist im Schwerpunkt auf die Produktion von Vor- und Kathodenmaterialien in Europa angelegt, die für die Batterie-Wertschöpfung von zentraler strategischer Bedeutung sind. Im Rahmen zusätzlicher Vereinbarungen werden Umicore und PowerCo auch bei der nachhaltigen und verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen zusammenarbeiten – in diesem Bereich ist Umicore nach eigenen Angaben ein Branchenführer. Vor diesem Hintergrund wird Umicore für die PowerCo auch Raffinations-Dienstleistungen erbringen. Auf Basis der Technologie und Expertise von Umicore streben beide Partner an, zu einem späteren Zeitpunkt Veredelungs- und Recyclingaktivitäten in das Joint Venture einzubringen.

„Kathodenmaterial ist für die Batterieproduktion ein unverzichtbarer strategischer Rohstoff, der für ungefähr 50 Prozent des Gesamtwerts der Zelle steht. Unmittelbarer und langfristiger Zugang zu umfangreicher Kapazität stellt daher einen klaren Wettbewerbsvorteil dar. Wir verorten die Wertschöpfung hier in Europa“, sagt Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik der Volkswagen AG und Aufsichtsratsvorsitzender der PowerCo SE.

„Diese Partnerschaft ist ein starkes Zeichen der Anerkennung unserer Produkt- und Prozessexpertise und belegt den Erfolg unserer Strategie, nachhaltige, großangelegte und in sich geschlossene Batteriematerial-Wertschöpfungsketten in Schlüsselregionen aufzusetzen“, so Mathias Miedreich, CEO von Umicore.

Das Joint Venture soll 2025 die Produktion aufnehmen und zunächst die PowerCo-Zellfabrik in Salzgitter beliefern, um 2026 eine Kapazität von 40 Gigawattstunden jährlich zu erreichen. Beide Joint-Venture-Partner beabsichtigen, die jährliche Produktionskapazität bis Ende des Jahrzehnts je nach Markt- und Bedarfsentwicklung auf 160 Gigawattstunden zu erhöhen. Die Suche nach einem passenden Standort dauert noch an.

Anzeige
Anzeige
2022.11.15 00:19 V20.10.16-1
Anzeige
Anzeige