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© Fraunhofer ISI Elektronikproduktion | 25 Juli 2022

Deutschland auf dem Weg zum Batteriezell-Zentrum?

Deutschland könnte ein Big Player im Batteriezell-Sektor werden. Ein Viertel der vorhergesagten europäischen Produktionskapazitäten von Batteriezellen könnte bis zum Ende des Jahrzehnts von Deutschland abgedeckt werden. Das geht aus einer Datenanalyse von Forschern des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe hervor.

Wie dpa berichtet, hätten die Experten dafür die Pläne und Ankündigungen von mehr als 40 Unternehmen weltweit unter die Lupe genommen, die in Europa Batteriefabriken aufbauen wollen. Auf dieser Grundlage seien dann möglichst realistische Szenarien entwickelt worden, wird Batterieforscher Lukas Weymann von der Nachrichtenagentur zitiert. Die Auswertungen zeigten, dass sich die Produktionskapazitäten in Europa bis 2025 voraussichtlich auf mehr als 500 Gigawattstunden (GWh) vervier- und bis 2030 sogar auf bis zu 1,5 Terawattstunden (TWh) verzehnfachen. Damit würde sich bis Ende des Jahrzehnts ungefähr ein Viertel der global angekündigten Kapazitäten in Europa befinden. Davon wiederum entstünde der Analyse zufolge mit knapp 400 GWh mehr als ein Viertel - und damit der größte Anteil - in neuen Produktionsstätten in Deutschland.

Man tracke und bewerte die Ankündigungen schon seit vielen Jahren und habe insbesondere in der letzten Zeit einen sehr starken Anstieg der Produktionskapazitäten in Europa beobachten können. Mit 1,5 TWh sei nun eine bemerkenswerte Schallmauer durchbrochen worden.

Der prognostizierte rasante Zuwachs werde maßgeblich durch europäische Akteure wie Northvolt oder Volkswagen getrieben. VW hat kürzlich in Salzgitter den Grundstein zu einer Batteriefabrik gelegt, Northvolt plant unter anderem eine Batteriezellfertigung in Heide an der schleswig-holsteinischen Westküste.

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2022.08.16 15:41 V20.8.14-1