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Leiterplatten | 16 November 2007

Leiterplattenindustrie zeigt wieder mehr Selbstbewusstsein

Im Zuge der Productronica 2007 in Messe M├╝nchen hat der Verband der Leiterplattenindustrie e. V. (VdL) seine neue Image-Brosch├╝re vorgestellt. Damit und mit einer f├╝r 2008 geplanten Werbekampagne will der Verband zeigen, dass es sich f├╝r die Leiterplattenkunden wieder lohnt, bei einem kompetenten Partner vor Ort in Europa die Leiterplatten zu beziehen.
"Schlau entwickelt. Clever produziert. Leiterplatten aus Europa" ÔÇô so lautet der Titel der neuen Brosch├╝re. Der Vorsitzende des Verbandes der Leiterplattenindustrie e. V. im ZVEI, Herr Dr. Wolfgang Bochtler, Freudenberg Mektec Europa, stellte die druckfrische Brosch├╝re am Donnerstag im ZVEI Forum auf der Productronica vor. Anschlie├čend folgte unter der Moderation von Johann Wiesb├Âck (Elektronik Praxis) eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus den Bereichen Leiterplatten-Hersteller, Zulieferer und Elektronik-Hersteller. In seinem Vortrag ging Dr. Wolfgang Bochtler zuerst auf die Situation der Leiterplattenindustrie in Europa ein. Der Weltmarkt f├╝r Leiterplatten hat von 2006 auf 2007 um rund 7,4 % auf 50.850 Mio USD (ca. 35.000 Mio Euro - Quelle: VdL, Stand Sept. 2007) zugelegt. Im kommenden Jahr wird ein Wachstum von rund 5,7 % erwartet. Europa (EMEA) erreicht 2007 ein Marktvolumen von rund 7.000 Mio USD (4.800 Mio Euro), wovon etwa 1.445 Mio Euro auf Deutschland entfallen. Produziert werden in Europa allerdings nur Leiterplatten im Wert von rund 2.748 Mio Euro, wobei etwas mehr als die H├Ąlfte des Fertigungsvolumens auf Deutschland, ├ľsterreich und die Schweiz entfallen. Das Produktionsvolumen hat sich in diesem Bereich dabei ├╝ber die letzten f├╝nf Jahre kaum ver├Ąndert. Laut Dr. Bochtler zeigt dies, dass die Branche die schwierigen Zeiten nun hinter sich hat und zuversichtlich in die Zukunft schauen kann. Im Gegensatz zu Asien, wo haupts├Ąchlich Leiterplatten in gro├čen St├╝ckzahlen hergestellt werden, konzentriert sich die europ├Ąische Leiterplattenindustrie vorwiegend auf Prototypen und kleine St├╝ckzahlen, aber technisch anspruchsvollere Produkte. In diesem Nischenmarkt ist Europa ist erfolgreich, wobei die gesamte Wertsch├Âpfungskette abgedeckt wird. Dies kam auch w├Ąhrend der Podiumsdiskussion immer wieder zum Ausdruck. Europa zeichnet sich durch ein umfassendes Know-How, hohe Flexibilit├Ąt, kurze Wege und ein politisch sowie strukturell sehr stabiles Umfeld aus. Dies sind f├╝r die Hersteller von Elektronikprodukten entscheidende Voraussetzungen und kommen besonders bei kleineren St├╝ckzahlen oder dem Hochfahren der Fertigung zum Tragen. F├╝r Dr. Bochtler hei├čt die, dass die Leiterplatten-Hersteller "├╝ber das reden m├╝ssen, was sie k├Ânnen", und dass "Commodity in Europa" der falsche Weg ist. In dieser Hinsicht haben die europ├Ąischen Leiterplatten-Hersteller wohl ihre Nische gefunden und k├Ânnen auch angesichts des derzeitigen Marktwachstums mit gest├Ąrktem Selbstvertrauen in die Zukunft blicken. Die Teilnehmer der Posiumsdiskussion waren: Dr. Wolfgang Bochtler / Freudenberg Mektec Europa ,Thomas Kaiser / CCS Holding, Dietmar Drofenik / AT&S, Ralf Schwartz / Lackwerke Peters, Walter S├╝llau / Ilfa, Michael van Loo / B├╝rkle und G├╝nther Ziegler, Cherry. Moderation: Johann Wiesb├Âck / Elektronik Praxis.
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