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© Volkswagen Elektronikproduktion | 21 Januar 2022

Bosch und VW mit gemeinsamem Ziel bei Batteriezellen

Bosch und der Volkswagen-Konzern haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Gründung eines europäischen Anbieters zur Ausrüstung von Batteriezellfabriken zu prüfen. Beide Unternehmen planen, integrierte Batterieproduktionssysteme zu liefern sowie Batteriezellen- und Systemhersteller bei Hochlauf und Wartung vor Ort zu unterstützen.

Die Unternehmen streben die Kosten- und Technologieführerschaft bei der Industrialisierung der Batterietechnologie und der Serienproduktion nachhaltiger, hochmoderner Batterien an. Der geplante „local for local“-Produktionsansatz sei dabei ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine CO2-neutrale Mobilität, heißt es in einer Pressemitteilung. Allein in Europa plant der Volkswagen-Konzern bis 2030 den Bau von sechs Zellfabriken.

Ziel der Unternehmen ist es, das gesamte Spektrum an Prozessen und Komponenten zu liefern, die für die Herstellung von Batteriezellen und -systemen im großen Maßstab erforderlich sind. Die branchenweite Nachfrage ist groß: Allein in Europa planen verschiedene Unternehmen bis 2030 Batteriezellfabriken mit einer jährlichen Gesamtkapazität von rund 700 Gigawattstunden.

Für beide Partner ist die Kooperation ein weiterer Schritt zu führenden Rollen in der E-Mobilität. Die Partnerschaft basiert dabei auf komplementären Kompetenzen. Während Bosch über Know-how in der Fabrikautomation und Systemintegration verfügt, ist Volkswagen ein führender Fahrzeughersteller und auf dem Weg, ein bedeutender Batteriezellhersteller zu werden.

„Gemeinsam mit Volkswagen suchen wir nach einem Weg, Produktionsprozesse für Batteriezellen mit standardisierter Ausstattung zu industrialisieren. Dafür bieten wir die besten Voraussetzungen. Bosch ist nicht nur einer der weltweit größten Automobilzulieferer, sondern auch einer der führenden Fabrikausrüster. Wir verstehen die Batterietechnik und verfügen über das Know-how, diese zu fertigen. Die europäische Industrie hat das Potenzial, ein Technologietreiber für den ökologischen Umbau der Wirtschaft zu werden“, sagt Rolf Najork, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Rexroth.

„Europa hat die einmalige Chance, in den kommenden Jahren ein globales Kraftzentrum für Batterien zu werden. Es gibt eine starke und wachsende Nachfrage nach allen Aspekten der Batterieproduktion, einschließlich der Ausrüstung neuer Gigafactories. Volkswagen und Bosch loten die Chancen aus, diese kommende Multi-Milliarden-Industrie in Europa zu entwickeln und zu gestalten. Aus der Entscheidung, aktiv in die vertikale Integration entlang der Wertschöpfungskette der Batterieherstellung einzusteigen, erwachsen erhebliche neue Geschäftsmöglichkeiten. Wir arbeiten daran, eine vollständig lokalisierte europäische Lieferkette für E-Mobilität ‚made in Europe‘ aufzubauen“, so Thomas Schmall, Technik-Vorstand des Volkswagen Konzerns und Vorsitzender der Geschäftsführung der Volkswagen Group Components.

Beide Partner haben ein Projekthaus mit dem Ziel eingerichtet, die Gründung eines neuen Unternehmens bis Ende 2022 vorzubereiten.

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2022.09.29 15:24 V20.8.40-1
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