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© Bosch Elektronikproduktion | 30 Dezember 2021

Bei Bosch geht man von anhaltendem Chipmangel 2022 aus

Der künftige Bosch-Chef Stefan Hartung rechnet noch längere Zeit mit einem Mangel an Halbleitern. Das berichtet der „Focus“.

Die Chipkrise sei nicht vorbei, zitiert das Blatt Hartung. „Wir alle als deutsche Industrie sind massiv darauf angewiesen, dass die Lieferengpässe behoben werden. Jeder Chip, der fehlt, kann bedeuten, dass eine Lenkung und in der Folge ein ganzes Auto nicht gebaut werden kann. Das wird uns das ganze Jahr 2022 noch viel Kraft kosten“, so Hartung weiter, der zum Jahreswechsel von Volkmar Denner die Führung des größten Autozulieferers der Welt übernimmt. Die Chipkrise könne auch Vorhaben bedrohen, die von der Ampelkoalition vorangetrieben werden, etwa das Ziel, dass bis 2030 rund 15 Millionen vollelektrische Autos auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen. Das sei nicht zu schaffen, „wenn die globalen Probleme in den Lieferketten nicht bald behoben würden. Und das gelte nicht nur für die Autoindustrie, sagt Hartung in dem Interview. Ob das Ziel zu erreichen sei, müsse sich erst zeigen. Dazu brauche es nicht nur die Rohstoffe, die Batterien und die Nachfrage, die wiederum stark von der Ladeinfrastruktur abhänge.
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2022.01.20 15:01 V20.1.11-2