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© Volkswagen Group Elektronikproduktion | 16 Dezember 2021

Volkswagen macht Salzgitter zum europäischen Batterie-Hub

Volkswagen gründet eine Europäische Aktiengesellschaft (Société Européenne), um Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette der Batterie zu bündeln – von der Rohstoffverarbeitung über die Entwicklung der Volkswagen Einheitszelle bis zur Steuerung der europäischen Gigafabriken. Auch neue Geschäftsmodelle rund um die Weiterverwendung ausgedienter Fahrzeugbatterien bis hin zum Recycling der Rohstoffe würden zum Aufgabenbereich gehören, teilt Volkswagen mit.

„Wir wollen unseren Kunden leistungsstarke, günstige und nachhaltige Fahrzeugbatterien bieten und dafür alle erfolgskritischen Etappen der Batterie-Wertschöpfung besetzen. Jetzt bündeln wir unsere Power in Salzgitter, um Innovationen voranzutreiben und für unsere neue Gesellschaft perspektivisch die besten Partner zu gewinnen. Bereits heute haben wir ein starkes Batterieteam mit über 500 Mitarbeitenden aus 24 Nationen in Salzgitter – und verstärken dieses auch auf Führungsebene weiter“, sagt Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik der Volkswagen AG und CEO der Volkswagen Group Components. Unter der Leitung von Batterie-Chef Frank Blome soll Soonho Ahn eine führende Rolle in der Entwicklung der Batteriezelle einnehmen. Nach Stationen bei LG und Samsung verantwortete Ahn zuletzt als Global Head of Battery Development die Batteriezelltechnologie von Apple. Ebenfalls nach Salzgitter wechseln wird Kai Alexander Müller von der Barclays Investment Bank, London. Er verstärkt das Team als Finanzexperte mit umfassender Erfahrung im Bereich Kapitalmarkt und Equity Research. Um den steigenden Zellbedarf des Konzerns zu decken, plant Volkswagen in Europa den Aufbau von sechs Gigafabriken. 2025 soll die Zellfertigung in Salzgitter starten. In der ersten Ausbaustufe soll die Fabrik 20 Gigawattstunden Jahreskapazität produzieren, eine Verdoppelung auf 40 Gigawattstunden ist geplant. Im Rahmen der aktuellen Planungsrunde investiert der Volkswagen Konzern massiv in den Aufbau der Zellfertigung in Salzgitter. Insgesamt sind bis zum Hochlauf der Serienproduktion rund 2 Milliarden Euro für Bau und Betrieb der Gigafabrik Salzgitter vorgesehen. Perspektivisch soll die Zellfertigung in Salzgitter mehr als 2.500 Menschen beschäftigen. Dabei sollen vornehmlich Mitarbeitende aus dem Motorenwerk Salzgitter eingesetzt werden. Mit der Bündelung von Entwicklung, Planung und Produktionsteuerung wird der niedersächsische Standort Salzgitter zum Batteriezentrum für den Volkswagen Konzern. Als weitere Standorte für die geplanten Gigafabriken sind derzeit Spanien und Osteuropa im Gespräch. Die genauen Standorte für die Gigafabriken Nr. 3 und 4 sollen in der ersten Jahreshälfte 2022 festgelegt werden. Bis 2030 will Volkswagen noch zwei weitere Zellfabriken in Europa eröffnen. Parallel zum Aufbau dieser fünf Gigafabriken durch die neu gegründete Europäische Aktiengesellschaft verantwortet das schwedische Start-up Northvolt AB, an dem Volkswagen mit rund 20 Prozent beteiligt ist, den Aufbau einer weiteren Fabrik im nordschwedischen Skellefteå. Sie wird ab 2023 Batteriezellen für das automobile Premium-Segment produzieren.
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2022.06.21 15:19 V20.6.1-1