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© IFR World Robotics Elektronikproduktion | 02 November 2021

Deutschland starke Kraft auf Industrie-Roboter-Markt

Deutschland ist in der Europäischen Union mit rund 230.000 Industrie-Robotern die am stärksten automatisierte Volkswirtschaft. Die Zahl der neu installierten Roboter erreichte im Jahr 2020 rund 22.300 Einheiten. Das berichtet die International Federation of Robotics.

Trotz des Krisenjahres 2020 sei dies der dritthöchste jemals erreichte Wert. „Angetrieben durch ein starkes Auslandsgeschäft erholt sich die deutsche Robotikindustrie“, sagt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics. „Der Heimatmarkt dürfte langsam wachsen, hauptsächlich gestützt durch die Nachfrage nach kostengünstigen Robotern in der Industrie, aber auch außerhalb der Fertigung.“ Deutschlands Anteil am europäischen Roboterbestand liegt bei 33 Prozent. Damit sind in den Fabriken der deutschen Wirtschaft rund dreimal so viele Industrie-Roboter im Einsatz wie in Italien (78.200 Einheiten), rund fünfmal so viele wie in Frankreich (44.800 Einheiten) und rund zehnmal so viele wie in Großbritannien (23.000 Einheiten). Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland nach China, Japan, Korea und den USA auf Rang 5 und ist damit stärkste europäische Kraft. Das gilt 2020 auch für die jährlichen Verkaufszahlen. Hier bewegt sich die deutsche Wirtschaft schon seit vielen Jahren (2014 - 2017) auf dem sehr hohen Niveau von rund 20.000 Einheiten per anno. Aktuell bestätigen nach Angaben des Verbands 93 Prozent der deutschen Robotik- und Automations-Spezialisten, dass es Einschränkungen aufgrund von Problemen in den Lieferketten gibt. Knapp jeder Zweite hält die Probleme für gravierend. Nahezu alle deutschen Robotik- und Automations-Spezialisten berichten von Engpässen in der Lieferung von elektronischen Komponenten und Computer-Chips. Gut 80 Prozent sehen Lieferengpässe bei Metallerzeugnissen, rund 60 Prozent bei Kunststoffen.
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2021.11.22 13:31 V19.1.3-1