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Allgemein | 19 Oktober 2007

Rekordjahr für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau

„Das Jahr 2007 ist für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau eines der besten Jahre in der Nachkriegszeit“, bilanziert der scheidende VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher. Die Branche hat in den letzten zwölf Monaten 44.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und rechnet für 2008 mit fünf Prozent Wachstum.
„Die Produktion liegt in den ersten sieben Monaten mit 12,1 Prozent im Plus. Die Exporte erreichen 12,3 Prozent, der Inlandsabsatz kommt auf 11,6 Prozent. Deshalb revidieren wir unsere Produktionsprognose für das laufende Jahr von neun auf elf Prozent", erklärte Brucklacher. Erstmals seit 1969 erreicht die Branche damit wieder ein zweistelliges Wachstum.

Die Kapazitätsauslastung liegt bei 91,8 Prozent (Stand: Juni 2007). Im laufenden Jahr liege das geschätzte Investitionsvolumen bei etwa 5,1 Milliarden Euro und übertreffe damit das Ergebnis des Jahres 2003 um rund 40 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass die Investitionen auch 2008 auf Expansionskurs bleiben werden", sagte der VDMA Präsident.

Im April 2007 hatten der deutsche Maschinen- und Anlagenbau in der Stammbelegschaft erstmals seit 2002 wieder mehr als 900.000 Beschäftigte. „Im Juli 2007 kommen wir auf 915.000 besetzte Stellen", erklärte Brucklacher. „Gegenüber dem Vorjahresmonat errechnet sich ein Stellenaufbau in der Größenordnung von rund 44.000 Beschäftigten."

Die Branche hoffe - trotz der Personalknappheit - bis zum Jahresende noch mindestens die Zahl von 920.000 Personen zu erreichen. „Eigentlich bräuchten wir noch gut zehntausend Arbeitskräfte mehr", betonte Brucklacher.

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag aktuell für den Monat August um real 14 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft stieg um sieben Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Juni bis August 2007 ergibt sich insgesamt ein Zuwachs von 17 Prozent im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 12 Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 20 Prozent.

Für die ersten acht Monate - also Januar bis August 2007 - ergibt sich insgesamt ein Plus beim Auftragseingang von 18 Prozent. Die Inlandsorders wuchsen in den ersten acht Monaten um 15 Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland um 19 Prozent.

„Die jüngsten Ergebnisse lassen also weiterhin kein Erlahmen der Wachstumskräfte erkennen und können als Vorbote eines guten Starts für 2008 verstanden werden", kommentierte Brucklacher das gute Ergebnis. „Insgesamt stellen wir uns aber auf eine langsamere, aber stabile Gangart der Weltkonjunktur ein. Schon vor der aktuellen Finanzkrise signalisierten die Prognosen für das weltwirtschaftliche Wachstum eine Beruhigung. Die Immobilienkrise für sich genommen birgt zwar Gefahren und wird die Konjunktur bremsen, bringt aber die Weltkonjunktur nicht notwendigerweise aus dem Tritt."

Für 2008 rechnet die Branche aufgrund der Auftragslage mit einem weiteren Wachstumsjahr. „Wir rechnen mit einem realen Plus in der Größenordnung von fünf Prozent", sagte Brucklacher. „Sollte sich diese Prognose erfüllen, hätten wir in fünf Aufschwungsjahren in Folge insgesamt ein Wachstum von knapp 40 Prozent (exakt 39 Prozent) gestemmt. Eine solch dynamische Wachstumsphase haben wir zuletzt im Zeitraum 1958 bis 1962 erlebt. Damals stieg die Produktion real fast um die Hälfte (exakt 48 Prozent)."

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