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© Infineon Technologies AG (nur zu Illustrationszwecken) Elektronikproduktion | 28 Mai 2021

Deutschland und Frankreich setzen auf europäische Halbleiter-Allianz

Die Engpässe bei Elektronik-Bauteilen bringen Bewegung in eine geplante europäische Halbleiter-Allianz. Deutschland und Frankreich wollen diese Pläne nun schnell vorantreiben.

Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire bezeichnet Halbleiter als das „neue Erdöl“. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte nach einem digitalen deutsch-französischen Wirtschafts- und Finanzrat, es sei intensiv diskutiert worden, wie ein gemeinsames europäisches Projekt auf die Beine gestellt werden könne. Altmaier verwies auf die weltweite Knappheit bei Halbleitern. Es solle darum gehen, Investitionen in Europa zu stärken und die Produktion auszuweiten. Konkret sei ein „Important Project of Common European Interest“, kurz IPCEI, geplant, mit einer möglichen staatlichen Unterstützung in Milliardenhöhe, schreibt dpa. Ein solches Projekt gibt es etwa bereits zum Aufbau einer Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos in Europa. Seit Monaten belastet ein Chipmangel beispielsweise die Autobranche. In der Corona-Krise verlagerten sich große Chipauftragsfertiger auf Halbleiter für Verbraucherelektronik, um die hohe Nachfrage zu decken. Dazu kamen noch einzelne Produktionsausfälle bei Chip-Herstellern in Japan und Texas. Die EU-Kommission will als Lehre aus der Pandemie generell bei strategisch wichtigen Produkten unabhängiger von Importen werden und den europäischen Markt krisenfester machen. Zugleich solle der digitale und grüne Wandel vorangetrieben werden.
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2021.09.20 15:21 V18.22.20-2