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© Konstantin Semenov Dreamstime Elektronikproduktion | 04 Mai 2021

Oberrheingraben könnte Lithium für Batteriezellen liefern

Das Unternehmen Vulcan Energy Resources sieht in dem geologisch aktiven Oberrheingraben im Südwesten Deutschlands das größte Lithium-Reservoir in Europa und eines der größten weltweit. Nach Schätzungen von Geologen birgt die Region genug Lithium für mehr als 400 Millionen Elektroautos.

„Das Lithium-Vorkommen, über das wir hier reden, ist gigantisch und von seiner Beschaffenheit ideal für unser Ziel, hochqualitatives Lithium im industriellen Maßstab in Deutschland zu gewinnen", hat der Mitbegründer von Vulcan Energy Resources, Horst Kreuter, gegenüber ntv gesagt. Bis 2024 könnten demnach in zwei Anlagen 15.000 Tonnen Lithium-Hydroxid im Jahr gewonnen werden. In der zweiten Phase ab 2025 plant die Firma drei weitere Anlagen für ein Volumen von 40.000 Tonnen. Das wäre genug Lithium für die Batteriezellen von einer Million E-Autos. Die Investitionen belaufen sich laut Kreuter auf 1,7 Milliarden Euro. Bislang hat Vulcan Energy 75 Millionen Euro eingesammelt. Unterstützt werde das Startup bei der Entwicklung einer Pilotanlage vom australischen Investor Hancock Prospecting, dem zweitgrößten Aktionär von Vulcan Energy Resources. Gespräche mit potenziellen Kunden aus der Chemieindustrie und der Autoindustrie sowie mit Batterieherstellern würden bereits laufen, ergänzt Kreuter. So habe Daimler erklärt, in Kontakt mit dem Unternehmen aus Karlsruhe zu stehen. Bisher bezieht der Stuttgarter Autobauer Lithium nicht selbst, sondern kauft Batteriezellen ein, in denen Lithium aus Australien und Südamerika steckt. Daimler prüfe ständig alle Optionen und werde die Situation neu bewerten, sobald Vulcan Energy Produktionsmengen in Aussicht stellen könne, wird eine Unternehmenssprecherin zitiert.
2021.07.15 08:57 V18.20.2-1