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Elektronikproduktion | 15 Oktober 2007

Siemens übernimmt operative Führung bei russischer Power Machines

Siemens übernimmt die operative Führung beim russischen Energieanlagenbauer Power Machines (Silowyje Maschiny). Siemens hat sich mit dem russischen Milliardär und Hauptaktionär Alexej Mordaschow auf eine Arbeitsteilung geeinigt.
Danach wird Mordaschow den Chief Executive Officer (CEO) stellen und über diesen die Geschäfte leiten; Siemens stellt den Chief Operating Officer (COO) und ist für Produktion und Technologie zuständig.

Siemens hält eine Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie an Power Machines. Mordaschow hatte jüngst über sein Unternehmen Highstad 30,4 Prozent erworben. Eigentlich wollte Siemens das Aktienpaket vom russischen Mischkonzern Interros selbst übernehmen und besaß dafür ein Vorkaufsrecht. Das russische Kartellamt untersagte das Geschäft jedoch mit der Begründung, Siemens und Power Machines hätten auf dem russischen Markt für Energieanlagen dann eine marktbeherrschende Stellung.

Gemeinsam wollen Siemens und Mordaschow Power Machines nun modernisieren. Siemens hatte bereits in der Vergangenheit versucht, eine Mehrheit an Power Machines zu übernehmen, scheiterte aber am Widerstand der russischen Regierung. Die Zivil- und die Militärsparte bei Power Machines ließen sich kaum entflechten, hatte es in Regierungskreisen zur Begründung geheißen. Power Machines ist in Russland der führende Hersteller und Lieferant von Ausrüstungen für Wasser-, Wärme-, Gas- und Atomkraftwerke sowie für die Übertragung und Verteilung von Strom. Auf diesen Gebieten ist Siemens mit seinen Sparten Power Generation und Power Transmission und Distribution tätig.

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