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Elektronikproduktion | 01 Oktober 2007

Rittal will künftig Brennstoffzellen produzieren

In Kooperation mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen (H2BZ-Initiative) und der IHK Wetzlar-Dillenburg veranstaltete die Hessen Agentur das 6. Brennstoffzellenforum Hessen in der Rittal Unternehmenszentrale in Herborn.
Das Forum will Netzwerke aufbauen mit dem Ziel, marktfähige Brennstoffzellen-Lösungen voranzutreiben. Die Brennstoffzelle gilt als eine der ökologischen Alternativen für die zukünftige Energieversorgung. Guter Wirkungsgrad und als umweltfreundlicher "Abfall" pures Wasser, machen diese Energiequelle für unterschiedlichste private und industrielle sowie öffentliche Anwendungen attraktiv. Einen interessanten Ausblick in die Zukunft der Brennstoffzellentechnik sowie spannende Einblicke über bereits realisierte Projekte gab es am 13. September 2007 beim 6. Brennstoffzellenforum Hessen in der Rittal Unternehmenszentrale in Herborn. Dabei erhielten insgesamt 120 Teilnehmer die Gelegenheit, sich durch namhafte Referenten aus Industrie, Verbänden und öffentlichen Institutionen aus erster Hand über den Stand der Entwicklungen bei der Brennstoffzellentechnik zu informieren.

Veranstaltet wurde das 6. Brennstoffzellenforum Hessen von der Hessen Agentur in Kooperation mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen (H2BZ-Initiative), der IHK Wetzlar-Dillenburg und Rittal.

Nach wie vor bietet die Brennstoffzellentechnologie ein erhebliches Potenzial für Technologiefirmen, sich als Komponentenlieferanten, Dienstleister oder Hersteller zu etablieren. Rittal, ein globaler Lösungsanbieter für Schaltschrank- und Gehäusetechnik, System-Klimatisierung und IT-Solutions, sieht sich als Technologietreiber in diesem Markt und investiert massiv in die Weiterentwicklung der bereits verfügbaren Lösungen. Martin Roßmann, Hauptabteilungsleiter für Forschung und Grundlagenentwicklung bei Rittal berichtet: "Wir müssen erfolgreiche Brennstoffzellen-Anwendungen nun zur Marktreife führen. Daher gehen wir im nächsten Jahr einen wichtigen Schritt und errichten in unserem Werk in Burbach eine erste Seriensystemfertigung."

Geplant ist ein flexibles Brennstoffzellen-Baukastensystem. Den Kleinstleistungsbereich will Rittal mit Geräten abdecken, die eine Leistung von 300 bis 600 Watt erbringen. Für den Mittel- und Hochleistungsbereich sind Systeme mit einer Leistung von 5 bis 15 Kilowatt in Planung. Während die Brennstoffzellen für den Kleinleistungsbereich beispielsweise Telefonzellen oder Internet-Terminals mit Strom versorgen können, sollen die leistungsstärkeren Systeme auch die Notstromversorgung von Rechenzentren ersetzen.

Derzeit kommen die Brennstoffzellen bereits im Rittal-Geschäftsbereich Outdoor-Solutions erfolgreich zum Einsatz. Dort dienen sie als unabhängige, leistungsstarke Energiequellen für Mobilfunk und Verkehrstechnik sowie für Infoterminals bei Outdoor-Anwendungen. Testläufe bei der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr hätten, so Roßmann, die Leistungsfähigkeit des Systems unter Beweis gestellt. "Die Hauptanwendungsgebiete für unsere Produkte sind die Telekommunikations- und IT-Branche sowie die Energieversorgung von kritischer Infrastruktur beispielsweise in Tunneln und Flughäfen", beschreibt Roßmann die Zielmärkte.

Für Rittal ist der Einstieg in die Fertigung von Brennstoffzellen eine konsequente Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie. "Wir wollen weltweit neue Märkte erschließen. Und das mit einer Technik, die hier in der Region gefertigt wird."

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