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Elektronikproduktion | 21 September 2007

Siemens ab November mit neuer Struktur

Peter Löscher, der neue CEO der Siemens AG, will im November die künftige Aufstellung des Konzerns präsentieren. Im Blickpunkt steht vor allem eine neue Führungsstruktur.

Bereits bei seinem Amtsantritt Anfang Juli hatte Löscher angekündigt, das Unternehmen "an verschiedenen Stellen" weiter zu entwickeln. Siemens soll dabei "transparenter, weniger komplex und effizienter" werden. Die Ziele dabei seien "klare Verantwortungsstränge, hohe Transparenz und hohes Tempo". Ein zentraler Punkt dürfte auch die Neuordnung der obersten Führungsetage sein. Beobachter des Siemens Konzerns rechnen derweil damit, dass sich die neue Struktur entlang der von Siemens definierten Applikationsfelder Energy&Environmental Care, Automation&Drives und Industrial& Public Infrastructures sowie Healthcare. Siemens selbst hatte diese Felder zuletzt bei der Präsentation des Effizienzsteigerungsprogramms Fit for 2010 die Konzentration des Geschäfts auf diese Felder in den Blickpunkt gerückt. So wird im allgemeinen mit einer Aufteilung in drei oder vier Geschäftsbereiche gerechnet, für die jeweils ein Mitglied des Zentralvorstands zuständig ist. Hinzu kämen vier Querschnittsfunktionen für die Felder Finanzen, Personal, Technologie und Compliance sowie der Vorstandsvorsitzende. Entsprechend würde der neue Zentralvorstand dann aus acht bis neun Personen bestehen.Derzeit besteht der Vorstand aus elf Mitgliedern, davon neun Zentralvorständen, mit jeweils unterschiedlichen Verantwortungsbereichen. Kürzlich wurde Andreas Pohlmann zum neuen Chief Compliance Officer ernannt. Er soll dem Vorstandsressort Recht und Compliance angehören. Daneben gebe es eine direkte Berichtslinie an den Vorstandsvorsitzenden. Pohlmann war zuletzt bei der Celanese Corp, Dallas, Executive Vice President und Chief Administrative Officer und zuvor bei der Celanese AG zuständig für die Gebiete Recht, Corporate Governance, Compliance, Risikomanagement und Personal. Pohlmann folgt dem Stuttgarter Oberstaatsanwalt Daniel Noa, der nach nur sechs Monaten zum 1. Juli seine Tätigkeit als Chief Compliance Officer bei Siemens beendet hatte. Einen Grund für das Ausscheiden Noas aus dem Amt hatte der Konzern nicht genannt.
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