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© Heidelberg Elektronikproduktion | 18 August 2020

Heidelberg investiert in Produktion gedruckter organischer Elektronik

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat eine eigene Geschäftseinheit zur industriellen Entwicklung, Herstellung und Vertrieb gedruckter und organischer Elektronik gegründet. Außerdem wurde die Produktion am Standort Wiesloch-Walldorf aufgenommen.

Dazu habe das Unternehmen rund fünf Millionen Euro in den Aufbau einer kompletten Produktionsstraße für gedruckte Sensoren investiert, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Zunächst sollen am InnovationLab in Heidelberg entwickelte Sensoren für den Einsatz in der Zahnmedizintechnik gedruckt werden. Als erste Innovation kann ein gedruckter Sensor die Kaudruckverteilung der Okklusion, dem Zusammenschluss von Ober- und Unterkiefer, erstmals digital erfassen. Diese kann dann dreidimensional auf einem Tablet sichtbar gemacht und archiviert werden, um vorhandene Fehlkontakte zu erkennen und im Anschluss zu korrigieren. Auf dem High-Tech-Campus von Heidelberg sollen künftig dann auch Sensoren für digitale Anwendungen insbesondere aus den Bereichen Gesundheitswesen und Logistik sowie Einzelhandel, oder der Automobilindustrie produziert werden. „Der Einstieg in die Entwicklung und industrielle Produktion gedruckter und organischer Elektronik ist ein Meilenstein für Heidelberg und den Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagte Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. „Wir sehen für uns als Betreiber dieser Produktion von High-Tech-Sensoren Wachstumschancen im zwei bis dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.“ Mit dem künftigen industriellen Druck organischer Elektronik sowie der Soft- und Hardwareentwicklung gelinge dem deutschen Maschinenbauer eine Premiere, die die Digitalisierung in großen Schritten voranbringen werde. Durch die neue Drucktechnik von Sensoren setze sich die deutsche High-Tech-Industrie in diesem Entwicklungsbereich an die Weltspitze. Für Heidelberg bieten sich mit der Einführung dieser neuen Technologie als Betreiber umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten: das Drucken von Sensoren im industriellen Maßstab, Kilometer um Kilometer im Reinraum. Die Technologie und die Bandbreite an Leistung seien in dieser Form aktuell weltweit einzigartig, heißt es weiter.
2020.12.02 12:20 V18.13.17-2