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© Leesys Elektronikproduktion | 29 Juli 2020

Leipzig Electronic Systems GmbH beginnt Sanierung in Eigenverwaltung

Der Systemdienstleister für Electronic Manufacturing Services, Leesys, hat beim Amtsgericht Leipzig einen Antrag auf Eröffnung eines Eigenverwaltungsverfahrens gestellt, um sich durch ein Planverfahren zu restrukturieren. Das hat das Unternehmen mitgeteilt.

„Wir sind durch die Corona-Pandemie insbesondere im Bereich Automotive hart getroffen worden. Allein in diesem Geschäftsbereich haben wir seit April 2020 nahezu 50 Prozent des Auftragsvolumens verloren“, so der Geschäftsführer der Leesys GmbH, Dr. Arnd Karden. Der Sanierungsgeschäftsführer Frank Jaeger richtet den Blick bereits nach vorn. „Wir führen den Betrieb uneingeschränkt fort und haben bereits mit wichtigen Kunden und Lieferanten gute, zukunftsorientierte Gespräche geführt. Ziel ist es, uns über das eingeleitete Eigenverwaltungs- und Planverfahren krisenfest aufzustellen“, sagt Jaeger. Der vom Gericht bestellte vorläufige Sachwalter Rüdiger Wienberg vertritt die Gläubigerinteressen im Planverfahren und ist dabei, sich im Unternehmen einen ersten Eindruck zu verschaffen. „Ich habe eine offenkundig hoch qualifizierte Mannschaft bei Leesys angetroffen, die im Wesentlichen in zukunftsträchtigen Geschäftsbereichen arbeitet. Daher bin ich optimistisch, dass es für Leesys auch eine Zukunft gibt.“ Löhne und Gehälter der rund 370 Mitarbeiter sind für drei Monate über das sogenannte Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Leesys, Leipzig Electronic Systems GmbH, ist ein Unternehmen mit rund 370 Mitarbeitern und einer Erfahrung von mehr als 100 Jahren – von der Fabrik für Transformatoren zum EMS-Dienstleister. 1990 wurde das Unternehmen, damals noch die VEB Nachrichtenelektronik, von der Siemens AG übernommen, bevor dieser Unternehmensteil verkauft wurde.
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2020.09.21 11:08 V18.10.12-2