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© begemot 30 dreamstime.com Analysen | 03 Juli 2020

Weltweiter Mikroelektronikmarkt gibt 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 Prozent nach

Der Welt-Mikroelektronikmarkt zeigt sich insgesamt stabil. Allerdings mit Abstrichen. Das geht aus einer Verbandsmitteilung hervor.

„Wenngleich der Wachstumspfad des weltweiten Mikroelektronikmarkts im langjährigen Trend intakt ist, so hat dieser 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 Prozent auf 412 Milliarden US-Dollar nachgegeben“, so Dr. Sven Baumann, ZVEI-Experte für Mikroelektronik, Sensorik und Aktorik, anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen ZVEI-Mikroelektronik-Trendanalyse. Einen besonders starken Rückgang verzeichneten Speicherchips, die 2017 und 2018 noch stärkste Umsatztreiber waren. Von 2014 bis 2019 legte der Weltmarkt von 336 auf 412 Milliarden US-Dollar zu, was einem jährlichen durchschnittlichen Wachstum von 4,2 Prozent entspricht. Für die nächsten Jahre wird ein Zuwachs von jährlich etwa 5 Prozent erwartet. Der europäische Markt hatte 2019 ein Volumen von rund 40 Milliarden US-Dollar. Zwischen 2014 und 2019 betrug sein mittleres jährliches Wachstum 1,2 Prozent. Auffallend ist laut Baumann eine seit 2015 zu beobachtende Konsolidierung des europäischen Anteils am Gesamtumsatz der Industrie. Unverändert liegt in Europa der Fokus auf den Wachstumsfeldern Automobil- und Industrieelektronik – beim Einsatz von Halbleitern für Automobilelektronik ist der Kontinent weltweit führend. Beide Bereiche würden auch in den kommenden fünf Jahren hohe Zuwächse erwarten lassen. Vor allem Industrie 4.0 und das Internet der Dinge seien Treiber dieser Entwicklung. Auch in der Mikroelektronikindustrie sind erste Anzeichen der weltweiten Covid-19-Krise sichtbar, wenngleich das erste Quartal 2020 stabil blieb. In Bereichen der Medizintechnik und Homeoffice-Applikationen werde Mikroelektronik weiterhin stark nachgefragt. Um in den kommenden Jahren weitere Zuwächse zu erwarten, ist die in Deutschland und Europa gegenwärtig bestehende Forschung, Entwicklung und Produktion zu erhalten und auszubauen, heißt es in der Mitteilung des Verbandes. Auch weitere Investitionen in den Produktionsstandort Europa seien notwendig. Bereits erfolgreich ergriffene Maßnahmen wie das IPCEI-Mikroelektronik und die europäische Forschungsgemeinschaft ECSEL müssten weiter geschärft und finanziell zukunftsfest ausgestaltet werden.
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2020.08.05 00:04 V18.8.2-1