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Elektronikproduktion | 17 September 2007

Bosch mit zahlreichen Innovationen auf der IAA

Bosch prĂ€sentiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt zahlreiche Innovationen fĂŒr noch mehr Umwelt- und Unfallschutz. Bosch will in den kommenden Jahren zahlreiche neue Techniken zur Marktreife bringen.
„Weniger Schadstoffe, weniger Verbrauch, weniger UnfĂ€lle – wir haben es in aller Welt mit einer Vielzahl von Reduktionszielen zu tun“, skizzierte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Bosch-GeschĂ€ftsfĂŒhrung, die Richtung der automobilen Entwicklung. Sein Fazit: „Wenn wir die Anforderungen der nachhaltigen MobilitĂ€t technisch einlösen, gewinnen wir ökonomisch wie ökologisch.“ Das Interesse an Techniken, die Verbrauch und Schadstoff-Ausstoß senken helfen, nehme international deutlich zu. Zudem sorge der zunehmende Einsatz intelligent vernetzter Sicherheitstechnik fĂŒr einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zum unfallfreien Straßenverkehr.

Fehrenbach bestĂ€tigte in diesem Zusammenhang die Bosch-GeschĂ€ftsziele fĂŒr das Jahr 2007: „Das laufende Jahr entwickelt sich zufriedenstellend. FĂŒr die Bosch-Gruppe rechnen wir inklusive ZukĂ€ufe mit einem Umsatzplus von gut fĂŒnf Prozent auf rund 46 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt ist das Wachstum noch zwei Prozentpunkte höher.“ DarĂŒber hinaus zeigte sich Fehrenbach zuversichtlich, eine Umsatzrendite vor Steuern von mindestens sieben Prozent erreichen zu können. Dies entspricht dem angestrebten Zielkorridor von sieben bis acht Prozent. FĂŒr den Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik erwartet Bosch ein Wachstum von rund vier Prozent auf gut 28 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt liegt das Umsatzplus hier voraussichtlich bei rund sechs Prozent. Regionaler Wachstumsschwerpunkt ist erneut die Region Asien/Pazifik. „FĂŒr Bosch ist die internationale Aufstellung ein großes Plus. Das werden wir weiter verstĂ€rken“, kĂŒndigte Fehrenbach an.

Das Elektronische StabilitĂ€ts-Programm ESPÂź und der „Clean Diesel“ sind zwei Beispiele, wie erfolgreich in Europa eingefĂŒhrte Techniken Schritt fĂŒr Schritt in den wichtigsten asiatischen MĂ€rkten und in den USA KĂ€ufer finden. In Nordamerika wird sich die ESPÂź-AusrĂŒstungsrate bis 2010 auf 86 Prozent gegenĂŒber 2007 nahezu verdoppeln. Beim „Clean Diesel“ arbeitet Bosch aktuell in zahlreichen Entwicklungsprojekten: 35 in Indien, rund 100 in China sowie nahezu 60 in den USA. Ein weiterer Wachstumstreiber fĂŒr das Kraftfahrzeugtechnik-GeschĂ€ft ist die zweite Generation der Benzindirekteinspritzung. Bosch wird bis zum Jahr 2010 voraussichtlich zwei Millionen Systeme liefern – das sind doppelt so viele wie 2007.

Bosch wird darĂŒber hinaus zahlreiche neue Techniken in den kommenden Jahren zur Marktreife bringen: „Wir haben einen Straßenverkehr im Blick, der auf Dauer von fossilen Brennstoffen weniger abhĂ€ngig werden muss. Doch so intensiv wir am wasserstoff- oder batteriebetriebenen Auto forschen, so notwendig ist jetzt die weitere Effizienzsteigerung des Verbrennungsmotors“, sagte Fehrenbach. Höhere EinspritzdrĂŒcke und Abgasnachbehandlungssysteme wie das Harnstoff-Dosiersystem Denoxtronic von Bosch sorgen beispielsweise beim Diesel fĂŒr weniger Verbrauch und weniger Schadstoffausstoß. Das sogenannte „Downsizing“ schöpft das Einsparpotenzial der Benzindirekteinspritzung weiter aus. Und beim Hybridantrieb werden ein Verbrennungsmotor und ein Elektromotor eng aufeinander abgestimmt. DarĂŒber hinaus stellt Bosch den Verbrennungsmotor auf alternative Kraftstoffe ein: „Möglich wird damit ein automobiler Antrieb, der regenerative Energien und zugleich die bestehende Infrastruktur und Technik nutzt“, so Fehrenbach.

Eine SchlĂŒsselkompetenz fĂŒr die Entwicklung dieser Systeme ist die Elektronik. Insgesamt beschĂ€ftigt Bosch rund 9 000 Ingenieure im Bereich Software und Sensorik. Deren Know-how fließt auch in moderne Sicherheits-, Assistenz- und Komfortsysteme ein. In den kommenden zwei Jahren wird Bosch eine Reihe neuer Sicherheitssysteme auf den Markt bringen, die helfen sollen, die Zahl der VerkehrsunfĂ€lle zu vermindern und die Unfallfolgen zu mildern. So kann mit Systemen der neuesten Generation die Airbag-Reaktionszeit um weitere Millisekunden verkĂŒrzt und nach einem Auffahrunfall ein zweiter Aufprall verhindert werden. Möglich ist zudem eine automatische Notbremsung. DarĂŒber hinaus helfen Assistenzsysteme, Fahrspuren und Verkehrszeichen zu erkennen. Auch das automatische Einparken ist lĂ€ngst keine Vision mehr. „Das Auto wird mit der konsequenten EinfĂŒhrung von Sicherheits- und Assistenzsystemen sensitiver denn je“, so Fehrenbach.
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