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© schoeller Leiterplatten | 08 Mai 2020

Schoeller Electronics im vorläufigen Insolvenzverfahren

Der Leiterplatten-Hersteller Schoeller Electronics Systems GmbH befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Der Geschäftsbetrieb läuft ungeachtet des laufenden Verfahrens weiter.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Marburg den Rechtsanwalt Dr. Michael Lojowsky von Schultze & Braun. Die rund 200 Arbeitnehmer wurden über das Verfahren informiert. Die Arbeitnehmer werden für drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert. Der vorläufige Insolvenzverwalter verschafft sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und prüft Sanierungsoptionen, heißt es in einer Pressemitteilung. Hintergrund der Schieflage ist, dass sich die Gesellschaft sich aktuell führungslos präsentiert. Der Geschäftsführer hält sich in Großbritannien auf und kann von dort corona-bedingt nicht ausreisen. Gleichzeitig ist er aktuell weder per Telefon noch per E-Mail erreichbar. Ein zeichnungsberechtigter Prokurist hatte das Unternehmen zum Jahresende 2019 verlassen. "Daher gab es zuletzt niemanden, der Bestellungen freigeben oder Zahlungen auslösen konnte“, berichtet Lojowsky, der aufgrund dieser Umstände zum sogenannten 'starken vorläufigen Verwalter' ernannt wurde. Damit kann Dr. Lojowsky bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren eigenständig Entscheidungen treffen und umsetzen. "Für das Fortführen des Geschäftsbetriebs und das Vorantreiben des Insolvenzverfahrens ist das eine wichtige Weichenstellung", sagt Dr. Lojowsky.
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2020.10.20 19:22 V18.11.10-2