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© Osram Elektronikproduktion | 23 April 2020

IG Metall kritisiert Produktionsverlagerung bei Osram

Osram verlagert die Produktion von Speziallampen für Kinoprojektoren aus Eichstätt nach Berlin. Allen 140 Mitarbeitern am bayerischen Standort solle ein Arbeitsplatz in Berlin angeboten werden, hat Osram erklärt.

Der Umzug sei ab Oktober geplant. Dazu, ob der Standort in Eichstätt geschlossen werde, wollte sich ein Sprecher nicht äußern. Er verwies auf noch anstehende Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern, berichtet dpa. Die IG Metall kritisierte das Vorhaben als unrentabel und technisch fragwürdig. Es verstoße zudem gegen eine Betriebsvereinbarung von November 2019, die eine Standort- und Beschäftigungssicherung enthalte. Dass dies ausgerechnet in Zeiten der Corona-Pandemie geschehe, wenn die Gewerkschaft nicht auf die Straße gehen könne, sei ein Skandal, heißt es von Gewerkschaftsseite. Grund für den geplanten Umzug nach Berlin ist laut Osram die zurückgehende Nachfrage nach Kinolampen. Durch die Zusammenführung der Eichstätter Produktion mit der in Berlin wolle das Unternehmen Kosten sparen.
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2020.05.12 12:15 V18.6.4-2