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© Infineon Elektronikproduktion | 17 April 2020

Infineon schließt Übernahme der Cypress Semiconductor Corporation ab

Die Infineon Technologies AG hat die Übernahme der Cypress Semiconductor Corporation abgeschlossen. Mit dem Closing wird das Unternehmen aus dem kalifornischen San Jose ein Teil von Infineon.

„Die Übernahme von Cypress ist ein großer und richtungsweisender Schritt bei der strategischen Weiterentwicklung von Infineon”, sagt Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon. „Gemeinsam bieten wir unseren Kunden branchenweit das umfangreichste Portfolio, um die reale mit der digitalen Welt zu verbinden und die Digitalisierung zu gestalten. Wir sind ein vertrauenswürdiger Partner für Kunden und Vertriebspartner und entwickeln uns nun von einem führenden Anbieter von Komponenten zu einem führenden Anbieter von Systemlösungen für Automotive, Industrie und IoT. Darüber hinaus profitieren unsere Kunden künftig von einer größeren weltweiten Präsenz und einem erweiterten Design-in Support, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist“. Ergänzt durch Cypress, verstärkt Infineon seinen Fokus auf strukturelle Wachstumstreiber und bedient eine breitere Anwendungspalette. Dies werde das profitable Wachstum des Unternehmens beschleunigen. Durch Cypress kommt ein differenziertes Portfolio hinzu, bestehend aus Mikrocontrollern, Komponenten für Konnektivität, Software und Hochleistungs-Speicherelementen. Dies sei in hohem Maß komplementär zu den führenden Leistungshalbleitern von Infineon, den Automotive-Mikrocontrollern, Sensoren und Sicherheitslösungen. Die Kombination dieser technologischen Stärken ermögliche fortschrittliche Lösungen für wachstumsstarke Anwendungen wie ADAS/AD, Internet der Dinge (IoT) und 5G-Mobilfunk-Infrastruktur, heißt es in einer Pressemitteilung. Am 3. Juni 2019 hatten Infineon und Cypress die Unterzeichnung eines Kaufvertrages verkündet. Infineon bot 23,85 US-Dollar je Cypress-Aktie in bar, entsprechend einem Unternehmenswert von 9,0 Milliarden Euro. Der Transaktion wurde von den Cypress-Anteilseignern zugestimmt und alle benötigten Genehmigungen wurden erteilt. Die Übernahme sei voraussichtlich wertsteigernd im Geschäftsjahr 2021. Ein Anstieg der Rentabilität wird erwartet, während sich die Kapitalintensität der vereinten Unternehmen verringert, wodurch der Free Cash-Flow steige. Infineon rechnet mit jährlichen Kostensynergien in Höhe von 180 Millionen Euro, die schrittweise über einen Zeitraum von etwa drei Jahren nach dem Abschluss erreicht werden. Die komplementären Portfolios ermöglichen zusätzliche Angebote von Chip-Lösungen, die langfristig Umsatzsynergien in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ermöglichen. Die Übernahme macht Infineon zu einem der zehn größten Halbleiterhersteller weltweit. Zusätzlich zu seiner bisherigen Führungsposition bei Leistungshalbleitern und Sicherheits-Controllern wird Infineon nun zur Nummer 1 der Halbleiter-Lieferanten für die Automobilindustrie. Die Transaktion wird zunächst durch eine Kombination aus vorhandener Liquidität und einer von einem Konsortium aus 20 nationalen und internationalen Banken für Akquisitionszwecke bereitgestellten Kreditfazilität finanziert werden. Mit Fälligkeiten, die je nach Tranche zwischen März 2022 und Juni 2024 liegen, biete die Akquisitionsfinanzierung hinreichend Zeit und Flexibilität für langfristige Refinanzierungsmaßnahmen, um die geplante Zielkapitalstruktur zu erreichen. Um sein Investment-Grade-Rating aufrecht zu erhalten, beabsichtigt Infineon weiterhin, die Übernahme letztlich zu rund 30 Prozent durch neues Eigenkapital zu finanzieren.
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2020.05.28 10:59 V18.6.7-1