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© Swissbit Elektronikproduktion | 16 März 2020

TrendForce: Coronavirus hat erhebliche Einflüsse auf Speichermarkt

TrendForce schreibt in einer aktuellen Mitteilung, dass der COVID-19-Ausbruch für die Weltwirtschaft schlimme, systemweite Risiken mit sich bringe. Auch der Markt für Speicher könnte sich verschlechtern und früher als erwartet zu einem Einbruch führen.

Was die Marktnachfrage betrifft, werde die rasche Ausbreitung der Pandemie die wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten stark behindern und in der Folge die Kaufkraft der Verbraucher einschränken, heißt es weiter. Andererseits werden geringere Lieferungen elektronischer Produkte einen entsprechenden Rückgang der Speichernachfrage bewirken. DRAM- und NAND-Flash-ASPs können ihre Zuwächse im 1. und 2. Quartal 20 vor allem aufgrund der relativ geringen Lagerbestände der Kunden beibehalten. Vorausgesetzt, dass sich der aktuelle ASP-Aufwärtstrend fortsetzt, könnten die Kunden einen starken Anreiz haben, ihren Lagerbestand an Speicherprodukten zu erhöhen. Dennoch glaubt TrendForce, dass die wahre Herausforderung für die Speicherindustrie im 3. Quartal 20 auftauchen wird, wenn die schleppende Nachfrage der Verbraucher die Bemühungen der Gerätehersteller um eine Reduzierung der Lagerbestände behindert, die Speicherbeschaffung auf der Kundenseite massiv schwächt und zu einem begrenzten ASP-Wachstum führt. Da sich die Weltwirtschaft aufgrund der Pandemie abkühlt, habe dies zwei Auswirkungen auf die Unterhaltungselektronikindustrie: Die Bevölkerung beginnt, Beträge ihres Einkommens für persönliche Ausgaben zu verwenden, was wiederum die Nachfrage nach Unterhaltungselektronik verzögert und die durchschnittlichen Ausgaben auf dem Markt verringert. Die Pandemie führt zu höheren Logistik- und Personalkosten innerhalb der Versorgungskette für Unterhaltungselektronik und senkt gleichzeitig die Einnahmen, was möglicherweise eine branchenweite Reorganisation und Neuordnung auslöst. Die drei Kategorien von Elektronikprodukten mit den größten Auswirkungen auf die DRAM- und NAND-Flash-Märkte sind derzeit Notebook-Computer, Server und Smartphones. Von diesen drei Bereichen werde die Smartphone-Produktion die größten Einschnitte erfahren. Die steigende Nachfrage nach Telearbeit und Fernunterricht hat eine entsprechend steigende Nachfrage nach Servern ausgelöst. Da die Anbieter von Cloud-Diensten sich weiterhin um den Ausbau der Infrastruktur bemühen, hat die Pandemie keine nennenswerten Auswirkungen auf die Nachfrage nach Servern. TrendForce prognostiziert zunächst ein wahrscheinliches konstantes Wachstum der DRAM- und NAND-Flash-Preise bis zum Ende des Jahres, da beide Produkte im Jahr 2020 ein begrenztes Angebotswachstum von 13 beziehungsweise 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten. Da sich auf der Nachfrageseite strukturelle Veränderungen abzeichnen, werden die Speicherkäufer ab Ende 2Q20 eine schwächere Bereitschaft zeigen, die Lagerbestände zu erhöhen, was sich wiederum auf die Preisentwicklung von Speicherprodukten im 2H20 auswirken werde. In Bezug auf DRAM wird erwartet, dass die bereits bestehende beträchtliche Lücke zwischen Angebot und Nachfrage auch bei einem Rückgang der Nachfrage bestehen bleibt. Daher würden die DRAM-Preise im 2H20-Bereich im schlimmsten Fall eher ein begrenztes Wachstum als einen Rückgang aufweisen. Im Gegensatz zu DRAM gibt es auf dem NAND-Flash-Markt keine ähnlich starke Verknappung. Auch die Nachfrage auf Kundenseite zeige erste Anzeichen eines Abschwungs für 2Q20.
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2020.11.26 13:35 V18.13.7-2