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© Safran Elektronikproduktion | 19 Februar 2020

Safran produziert Spiegelelemente für europäisches Großteleskop

Die neue Produktionseinheit von Safran im Werk Saint-Benoît in der Nähe von Poitiers in Mittelfrankreich wird die Hauptspiegelsegmente für Europas Großteleskop (ELT) herstellen. Diese neue Anlage, die mit Unterstützung der Region Nouvelle Aquitaine gebaut wird, wird Segmente für den Primärspiegel des ELT herstellen, das von der ESO betrieben wird und bei seiner Inbetriebnahme das leistungsstärkste Teleskop der Welt sein wird.

Safran Reosc, eine Tochtergesellschaft von Safran Electronics & Defense, hat Aufträge für alle Spiegel dieses Teleskops erhalten. Das ELT wird auf der Spitze des Berges Cerro Armazones in der Atacama-Wüstenregion im Norden Chiles in einer Höhe von 3.046 Metern gebaut. Es besteht aus fünf Spiegeln, M1, M2, M3, M4 und M5. Es soll durch seine beispiellose Beobachtungsfähigkeit bedeutende Fortschritte in der Astronomie ermöglichen. Die Inbetriebnahme des ELT ist für das Jahr 2025 geplant. Sein Primärspiegel, der das Licht für das Teleskop sammeln wird, besteht aus 798 Segmenten und hat einen Durchmesser von 39 Metern. In der neuen 5.000 Quadratmeter großen Anlage werden die Segmente für den M1-Spiegel poliert, montiert und getestet. Diese neue Produktionslinie ist mit mehreren Robotern und automatisierten und miteinander verbundenen Produktionszellen ausgestattet, um schnelle, präzise und zuverlässige Operationen für das Polieren der Rohlinge zu gewährleisten. Die digitalen Daten aus den Produktions- und Prüfsystemen ermöglichen es, den Produktionsprozess in Echtzeit zu steuern und so effizient wie möglich zu gestalten. Das Bedienpersonal wurde für den Einsatz dieser neuen Maschinen geschult. Insgesamt werden 931 Segmente (798 für das Teleskop + 133 Ersatzteile) durch Polieren hergestellt und dann auf Substrate montiert, mit einer Genauigkeit von weniger als einigen Nanometern. Von Anfang an wurde diese neue Produktionseinheit von einem digitalen Zwilling begleitet, dem so genannten BIM (Building Information Modeling). Mit Hilfe der 3D-Modellierung der Anlage konnten die Ingenieure den besten Standort für die Maschinen untersuchen und die Arbeitsabläufe optimieren. „Das ELT wird das größte jemals gebaute Teleskop seiner Art sein. Es wird es uns ermöglichen, viele unbeantwortete Fragen über unser Universum anzugehen und uns Hinweise darauf zu geben, wo Leben außerhalb unseres Sonnensystems existieren könnte. Dies ist eine gigantische technische Herausforderung, bei der die europäische Industrie eine sehr zentrale Rolle spielen muss", sagte Xavier Barcons, Generaldirektor der ESO. „Die Einweihung dieser Anlage ist ein großer Schritt nach vorn und gibt uns ein Produktionswerkzeug von Weltklasse", fügt Martin Sion, CEO von Safran Electronics & Defense, hinzu.
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2020.09.28 14:54 V18.10.14-2