Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© fbdi Elektronikproduktion | 11 Februar 2020

Batterieforschungsprojekt SeNSE geht an den Start

Der offizielle Startschuss für das europäische Batterieforschungsprojekt SeNSE ist gefallen. Fünf Forschungsinstitute und sechs Industrieunternehmen aus sieben europäischen Ländern suchen in den kommenden vier Jahren gemeinsam nach Lösungen für die Lithium-Ionen-Batterie der nächsten Generation.

Als Partner an Bord ist auch die schwedische Firma Northvolt, die in den nächsten Jahren zwei Großproduktionsanlagen, sogenannte Gigafactories für Fahrzeugbatterien in Europa errichten will. Die EU fördert SeNSE mit 10 Millionen Euro. Der Bedarf an Antriebsbatterien für Elektroautos werde in den nächsten Jahren dramatisch steigen. Gegenwärtig kommen mehr als 90 Prozent dieser Akkus aus Asien. Die EU-Kommission hat daher 2017 die "European Battery Alliance" ins Leben gerufen. Alleine die europäische Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien wird 10 bis 20 sogenannte "Gigafactories" für Batterien notwendig machen, schätzten Experten. Die Forschung im Rahmen des Projekts SeNSE ist Teil der Initiative "European Battery Alliance" und wird vom EU-Forschungsförderprogramm Horizon 2020 getragen. Die elf Forschungspartner von SeNSE, fünf Forschungsinstitute und sechs Industrieunternehmen, forschen in ihren Arbeiten an Lithium-Ionen-Batterien der nächsten Generation – der sogenannten "Generation 3b". Im Unterschied zu aktuellen Antriebsbatterien soll diese nächste Generation eine höhere Energiedichte, sowie eine verbesserte Zellchemie und ein verbessertes Batteriemanagement besitzen. Statt Anoden aus reinem Graphit werden solche aus Silizium-Graphit-Composites angestrebt. In der Kathode wird der Anteil an kritischem Kobalt weiter gesenkt. Neue Additive in der Elektrolytflüssigkeit sowie Schutzschichten sollen die Batterie langsamer altern lassen und mehr Ladezyklen möglich machen. Zu einer längeren Lebensdauer und besseren Schnelladefähigkeit werden auch neue Sensoren beitragen, die vom Inneren der Batteriezellen her Daten ans Batteriemanagement liefern. Die Nachhaltigkeit der Generation 3b-Zellen soll die heutige Generation ebenfalls übertreffen: Die Kathode soll ohne den Einsatz von brennbaren und toxischen Lösungsmitteln hergestellt werden, was die Serienproduktion der Zellen stark vereinfacht und verbilligt. Alle Aspekte der SeNSE-Forschung sind darauf ausgerichtet, die Zellen der nächsten Generation in europäischen Gigafactories herzustellen. Um im Wettbewerb der Zukunft zu bestehen, seien deshalb besonders kostengünstige und Rohstoff sparende Produktionsmethoden entscheidend. Eine entscheidende Rolle in dem Forschungsprojekt spielt die schwedische Firma Northvolt. Das Unternehmen plant derzeit die erste europäische Gigafactory mit einer Fertigungskapazität von 32 GWh pro Jahr, die in Schweden errichtet werden soll. Eine weitere Gigafactory mit 16 GWh Jahresproduktion soll als Joint-Venture mit Volkswagen in Salzgitter entstehen. Am Schluss des Projektes soll die entwickelte Fertigungstechnologie in Form von Patenten den Weg in die Industrie finden. Das Forschungsprojekt SeNSE endet nach 48 Monaten im Frühjahr 2024.
Anzeige
Anzeige
2020.09.21 11:08 V18.10.12-1