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© Pixabay Elektronikproduktion | 03 Februar 2020

Coronavirus hat globale Speicherversorgung noch nicht beeinträchtigt

Trotz der Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs im chinesischen Wuhan auf die globale Speicherindustrie deuten Untersuchungen der DRAMeXchange-Forschungsabteilung von TrendForce darauf hin, dass derzeit keine DRAM- oder NAND-Flash-Fabrik in China ihren Betrieb teilweise oder ganz eingestellt hat.

Daher werde die Gesamtproduktion für DRAM- und NAND-Flash kurzfristig nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus seien die 1Q20-Vertragspreise bereits festgelegt worden. Daher hält TrendForce auch an seiner früheren Prognose eines leichten QoQ-Anstiegs bei den 1Q20-DRAM- und NAND-Flash-Vertragspreisen fest. Was die Lieferung von DRAMs betrifft, ist einer der größten DRAM-Hersteller Chinas, CXMT, in Hefei nahe der Stadt Wuhan ansässig - die Fabrik arbeitet derzeit aber noch wie üblich. CXMT sei momentan nicht vom Ausbruch der Krankheit betroffen, heißt es. Das Unternehmen verfügt über eine nationale Sonderlizenz und ist von dem derzeitigen Verbot des inländischen Warentransports nicht betroffen. Ein weiterer chinesischer DRAM-Hersteller, JHICC, befindet sich in einer ähnlichen Situation wie CXMT. Auch diese Fabrik bleibt noch wie gehabt in Betrieb. Was die DRAM-Lieferanten anbelangt, so befindet sich von den drei großen Anbietern nur die Produktionsbasis von SK Hynix in Wuxi in China. Da sie aber weit von Wuhan entfernt ist, ist sie von dem Ausbruch derzeit nicht direkt betroffen, heißt es. Insgesamt gibt es derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die DRAM-Produktion, aber es müsse dennoch unbedingt kontrolliert werden, ob die Ausbreitung des Virus das Logistik- und Transportsystem Chinas beeinträchtigen und in der Folge zu einer landesweiten Materialknappheit führen kann. Bei den NAND-Flash-Lieferungen haben sowohl YMTC als auch XMC angekündigt, dass Teile des Personals von zu Hause aus arbeiten können. Die Ein- und Ausreise des Personals wird ebenfalls streng überwacht. Aufgrund von Quarantänemaßnahmen gibt es offenbar jedoch Befürchtungen hinsichtlich der Wiederaufnahme der Arbeit nach dem 9. Februar genügend Personal zu finden, um den Fabrikbetrieb aufrechtzuerhalten. Die derzeitige Kapazität der Wuhan-Fabrik von YMTC mache aber nur etwa 1 Prozent des Wafer-Inputs der gesamten NAND-Flash-Industrie aus, so dass es nur begrenzte direkte Auswirkungen auf das Marktangebot gebe. Außerhalb von Wuhan verfügen Samsung und Intel über NAND-Flash-Produktionsbasen in Xi'an beziehungsweise Dalian. Da die Standorte nicht direkt vom Virus-Ausbruch betroffen sind, arbeiten laut TrendForce die Fabriken heute (3. Februar 2020) wie üblich.
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2020.02.19 16:22 V18.0.1-1